Als großen Erfolg hat ZDF-Intendant Markus Schächter den Start der Regelausstrahlung in hochauflösender Bildtechnik anlässlich der Olympischen Winterspiele von Vancouver gewertet.

Nach der Sitzung der ZDF-Fernsehrates in München sagte Schächter am Freitag, die Entscheidung, den HD-Start mit Olympia zusammenzulegen, sei "goldrichtig" gewesen. Gerade die Winterspiele mit ihren rasanten Sportarten vor spektakulärer Kulisse seien "bestes Anschauungsmaterial" für die Vorteile der neuen Technologie gewesen. Nicht zuletzt hätten dazu auch spannende Berichte der ZDF-Sportredaktion und eine mitunter mutige Bildregie beigetragen, lobte der ZDF-Intendant.

Nicht zuletzt hätten die Olympia-Übertragungen auch letzte Zweifel ausräumen können, dass die Entscheidung der öffentlich-rechtlichen Sender für den Übertragungs-Standard 720p richtig gewesen sei, sagte der ZDF-Intendant. Gerade bei den für den Wintersport so typischen schnellen Kamerafahrten habe sich die Überlegenheit dieser Technologie gegenüber dem konkurrierenden 1.080p-Format eindrucksvoll gezeigt, urteilte Schächter.

Auch bei der Digitalisierung sehe man Deutschland auf einem guten Weg. Ende vergangenen Jahres hätten 41 Prozent der TV-Haushalte über digitale Empfangsmöglichkeiten verfügt, und damit sieben Prozent mehr als im Vorjahr, sagte der Intendant. Bis zur Abschaltung der analogen Satellitenverbreitung im Frühjahr 2012 hätten die Marktbeteiligten aber noch einige Hausaufgaben zu erledigen, sagte Schächter, der Digital-TV als "technische, ökonomische und programmliche Grundlage für das Fernsehen der Zukunft" bezeichnete.