Die hochauflösenden Sender RTL HD und Vox HD werden künftig auch über den Kabelkiosk von Eutelsat verbreitet. Entsprechende Verträge seien nun unterzeichnet worden, sagte der neue Eutelsat-Chef Michel de Rosen am 21. Januar in Berlin. Erste Tests wären bereits erfolgreich verlaufen, ergänzte Martina Rutenbeck, Geschäftsführerin des Kabelkiosk-Vermarkters Visavision. Anfang nächster Woche werde die Vermarktung beginnen, kündigte sie an. „Wir freuen uns, dass wir die erste Plattform sind, die unseren Kabel-Partnern die HD-Einspeisung der beiden Privatsender zur Verfügung stellen kann“, betonte sie.

Mit der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1, die aktuell den Start der drei neuen HD-Sender Sat 1 HD, Pro Sieben HD und Kabel Eins HD in Angriff nimmt, sei man unterdessen in guten Gesprächen. „Es gibt keine Hindernisse für einen Vertragsabschluss“, bekräftigte Rutenbeck. Fest steht: Auch via Kabelkiosk werden die Zuschauer mit Einschränkungen leben müssen, so ist Ad Skipping (Überspringen von Werbung) wie auch bei der Astra-Sat-Plattform HD+ nicht möglich.

„Die Anforderungen der Sendeanstalten werden wir abbilden“, sagte die Visavision-Chefin. De facto bedeutet dies, dass die Kabelkiosk-Kunden, die die privaten HDTV-Sender beziehen möchten, eine neue Set-Top-Box benötigen. An der Simulcrypt-Strategie Conax und NDS Videoguard halte man fest, betonte sie. Allerdings müssten die Anforderungen der Sender auch durch Conax erfüllt werden – also seien die aktuellen Conax-Module für den Empfang von RTL HD und Vox HD nicht freigegeben. RTL HD und Vox HD werden in einem Basis-HD-Paket starten, neben den drei Sendern von Pro Sieben Sat 1 hält Rutenbeck die Option offen für weitere Free-HDTV-Anbieter. Insgesamt könnte das Paket sechs bis acht Sender enthalten.

Außerdem plant der Kabelkiosk ein neues hochauflösendes Pay-TV-Paket. Welche und wie viele Programmanbieter dafür in Frage kommen könnten, ließ die Visavision-Geschäftsführerin noch offen. Voraussichtlich wird dieses Pay-TV-Angebot zwischen 5,90 Euro und 10 Euro kosten.