Zuschauer, die an Neujahr mit ihrem Satelliten-Receiver nach den hochauflösenden Ausstrahlungen von ProSieben-HD, Sat.1-HD und Kabel1-HD fahnden, werden zunächst nicht fündig.

Wie die Sendergruppe bestätigte, beginnt der Regelbetrieb auf der umstrittenen "HD+"-Plattform des Satellitenbetreibers SES Astra erst Ende Januar. Die Verbreitung ist auf der derzeit noch für analoge Ausstrahlungen des Reisesenders Sonnenklar-TV reservierten Frequenz 11,464 GHz (Polarisation horizontal, Symbolrate 22.000 MSym/s, FEC 2/3, DVB-S2/8PSK) auf Astra 19,2 Grad Ost vorgesehen.

Nach Brancheninformationen soll bereits im Laufe der ersten Januarwoche mit Testausstrahlungen begonnen werden. Zugriff haben lediglich Zuschauer, die einen "HD+"-zertifizierten Receiver und eine freigeschaltete Smartcard für die grundverschlüsselten Nagravision-Ausstrahlungen ihr eigen nennen. Aktuell sind lediglich fünf Empfangsgeräte der Hersteller Humax (HD Fox, iCord HD+), Technisat (Digit HD8+) und Technotrend Görler (S835 HD+/S845 HD+) im Handel erhältlich. Nachrüstlösungen für ausgewählte ältere Modelle, sogenannte Legacy-CAMs, sollen voraussichtlich ab Frühjahr verfügbar sein.

"HD+" ist unter Verbraucherschützern und Zuschauern umstritten, weil nach den ersten zwölf Monaten eine jährliche Pauschale von 50 Euro für die Freischaltung der Sender erhoben wird und über den eingesetzten CI-Plus-Standard unter anderem das Vorspulen von Festplatten-Aufzeichnungen blockiert wird. Neben den Sendern der ProSiebenSat.1-Gruppe sind seit November bereits RTL-HD und Vox-HD im Rahmen von "HD+" auf Sendung.