Der Rausschmiss eines NDR-Redakteurs wegen unerlaubter Nebentätigkeit ist in Österreich auf Zustimmung gestoßen. Das Verhalten sollte ein Vorbild für den ORF sein, sagte ein FPÖ-Politiker.

Der österreichische FPÖ-Politiker Herbert Kickl hat die Personalpolitik des Norddeutschen Rundfunks (NDR) gelobt. Kickl sagte, der ORF könne sich am NDR ein Beispiel nehmen. Die Entlassung des NDR-Redakteurs wegen unerlaubter Nebentätigkeiten sei "eine rasche und elegante Lösung einer Unvereinbarkeit, die eines öffentlich-rechtlichen Senders würdig ist", so Kickl.

Ganz anders stelle sich die Situation im Österreichischen Rundfunk dar. Hier würden ohne Genieren ZiB-Redakteure, Magazin-Redakteure und Radio-Journalisten Mediencoachings anbieten, kritisierte der FPÖ-Mann. Als Beispiel nannte Kickl die Firma Intomedia, die nicht nur von Ex-ORF-Mitarbeitern betrieben werde, sondern auch namhafte ORF-Gesichter unter ihren Trainern habe.

So habe die Firma zugegeben, dass das Bundeskanzleramt, das Justizministerium, das Verteidigungsministerium und auch der ORF selbst zu ihren Kunden gehöre. Da solche Nebentätigkeiten sogar im ORF genehmigungspflichtig seien, stelle sich auch die Frage, wer so eine klare Unvereinbarkeit denn genehmige, so Kickl.