Der Österreichische Rundfunk (ORF) kann das Sendernetz in Bulgarien zunächst nicht kaufen.

Die Verkäuferin Bulgarische Telekom verlange Vorauskasse, berichtete die Tageszeitung "Standard" am Sonntag. Der Aufsichtsrat habe die geforderten Modalitäten abgelehnt, hieß es. Den zuletzt geplanten stufenweisen Einstieg mit anfangs 25 Prozent hatte zuvor das Kontrollgremium des Österreichischen Rundfunks vereitelt. Der Kauf sollte über die ORF-Tochter ORS abgewickelt werden. Ein Sprecher bestätigte die Probleme, betonte aber in der Zeitung: "Das Projekt lebt weiter", 2010 werde weiterverhandelt.

Die ORS will künftig das digital-terrestrische Sendernetz in Bulgarien betreiben, seit Monaten laufen die Verhandlungen. In Deutschland ist Media Broadcast für die Technik verantwortlich, ARD und ZDF zahlen für die Instandhaltung mehrere Millionen Euro jährlich.