Die österreichischen Fernsehsender des ORF haben im November kräftig Federn bei den Marktanteilen lassen müssen. Nach einem Aufwärtstrend im Vormonat schrumpfte die durchschnittliche Zuschauerzahl jetzt auf 3,648 Millionen. Der nationale Marktanteil sank von 37,8 auf 37,6 Prozent (35,7 Prozent im Kabel- und Satelliten-Bereich).

ORF 1 kam dabei auf 2,173 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer pro Tag und 13,6 Prozent nationalen Marktanteil (12,6 Prozent KaSat), ORF 2 auf 2,805 Millionen Zuschauer und auf 24,0 Prozent nationalen Marktanteil (23,1 Prozent KaSat). In der Hauptsendezeit zwischen 17.00 bis 23.00 Uhr schnitt der ORF mit einem kombinierten Wert von 42,8 bzw. 41,1 Prozent bei Kabel- und Satellitenzuschauern deutlich besser ab. Das Jahresmittel liegt bei 39,2 (36,9 Prozent).

Mittlerweile leben 62 Prozent aller Personen in österreichischen TV-Haushalten mit digitalem Empfang (vor allem Satellit). Das entspricht im Vergleich zum November 2008 einem Anstieg um acht Prozentpunkte. Insgesamt verfügen 93 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher über Kabel- oder Satellitenempfang. KaSat-Haushalte in Österreich können 97 Sender empfangen (69 davon deutschsprachig), Digi-Sat-Haushalte 143 (davon 96 deutschsprachig). Damit erklärt der Sender auch seine kontinuierlich sinkenden Reichweiten.

Wie die Pressestelle am Dienstag ausführte, blieb der Marktanteil der Sendergruppe auch unter Einrechnung der Spartensender ORF2 Europe, TW1, ORF Sport Plus und 3sat mit 39,9 Prozent knapp unter der magischen 40-Prozent-Marke. Erfolgreich startete hingegen die neue TVthek im Internet. Sie erzielte bereits in der ersten Woche mehr als zwei Millionen Videoabrufe.