Der finanziell schwer angeschlagene Österreichische Rundfunk (ORF) stellt sich auf noch härtere Zeiten ein.

Wie das Nachrichtenmagazin "Profil" in seiner kommenden Ausgabe berichtet, sieht der am Freitag vorgestellte Finanzplan, den Generaldirektor Alexander Wrabetz Sonntag dem Kontrollgremium Stiftungsrat zustellen will, 52 Millionen Euro an Einsparungen beim Personal vor. Bis Ende 2010 sollen beim ORF und seinen Tochterbetrieben gegenüber dem Jahr 2008 414 Mitarbeiter eingespart werden, heißt es darin nach Angaben des Blattes.

Filmförderung und Eigenproduktionen würden um 25 Millionen gekürzt, einen Platz für Kinofilme sei im Budget nicht mehr vorgesehen und kommt nur dann, wenn staatliche Subventionen den grassierenden Gebührenausfall auffangen. Laut "Profil" geht Wrabetz außerdem von einer weiteren Abnahme der Werbeerlöse aus. Nach 220 Millionen 2009 sollen es im kommenden Jahr nur noch 208 Millionen sein (2000: 365 Millionen Euro).