Der Österreichische Rundfunk (ORF) erwartet in seinem dritten Quartal rund 53,6 Millionen Euro Verlust und zahlt nach einem Zeitungsbericht hohe Summen für "goldene Handschläge".

Der Personalaufwand liege aktuell 6,6 Millionen Euro über Plan, daran seien Mehrkosten für vorzeitige Pensionierungen schuld, die insgesamt 37 Millionen Euro verschlingen, meldete die Tageszeitung "Standard" am Montagabend. Bisher waren 24 Millionen Euro dafür vorgesehen. Die Werbeerlöse liegen demnach 24,9 Millionen unter dem Finanzplan. Mit 3.546 Vollzeitjobs habe der öffentlich-rechtliche Sender derzeit 71 weniger als geplant und 102 weniger als 2008.

Nach "Standard"-Angaben ließen sich außerdem 11.000 Haushalte mehr als erwartet in diesem Jahr von Gebühren befreien, was ein Loch von 1,8 Millionen Euro in den Etat reißen soll.