Der finanziell schwer angeschlagene Österreichische Rundfunk (ORF) hat einen ersten Meilenstein bei der Sanierung erreicht.

Am Dienstag wurden nach Angaben der Tageszeitung "Standard" Einsparungen in Höhe von 22,5 Millionen Euro von Gewerkschaft und Zentralbetriebsrat des ORF durchgewunken. Die Gewerkschaft habe das Sparpaket "unter Heulen und Zähneknirschen" akzeptiert, hieß es. Es beinhaltet unter anderem eine Streichung der ORF-Feiertage, die Kappung von Pensionszuschüssen und Diäten für Dienstreisen sowie eine Vereinheitlichung der Überstundenregeln. Führungsjobs sollen zudem häufiger befristet werden, eine Nulllohnrunde für 2010 ist fest eingeplant.

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz sagte am Abend der Nachrichtenagentur APA, dass mit der Verabschiedung des Pakets sowie den bereits getroffenen Maßnahmen wie Personalabbau, Strukturänderungen und Führungskräftereduktion sowie Verzicht auf Managerbonifikationen "der große Brocken der erforderlichen Einsparungen geschafft" worden sei. Der Sender muss den Angaben zufolge im nächsten Jahr rund 82 Millionen Euro einsparen und eine schwarze Null erreichen.
Der öffentlich-rechtliche Sender kämpft seit Monaten mit der Wirtschafts- und Finanzkrise in deren Fahrwasser sich unter anderem die Werbebuchungen stark rückläufig entwickelten. ORF-Chef ist Alexander Wrabetz, der im Zentrum der Kritik steht.