Regierungssprecher soll BR-Intendant werden

Berlin/München- Merkels Regierungssprecher Ulrich Wilhelm steht kurz vor seiner Wahl zum Intendanten des Bayerischen Rundfunks. Nach Medienberichten muss er nur noch seine Bereitschaft erklären.

Der Regierungssprecher des christlich-liberalen Kabinetts in Berlin, Ulrich Wilhelm, steht kurz vor seinem Sprung zum Bayerischen Rundfunk. Nach einem Bericht des "Spiegels" muss Wilhelm nur noch seine Bereitschaft offiziell erklären. Dann könne der 48-Jährige seine neue Stelle als BR-Intendant antreten.

Noch-Intendant Thomas Gruber hatte in der vergangenen Woche seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt. Im Rundfunkrat kann Merkels Regierungssprecher laut "Spiegel" mit einer starken Unterstützung rechnen. Dort störe man sich weniger daran, dass er direkt aus dem Kanzleramt komme. Vielmehr setze man darauf, dass er "kein Lakai von CSU-Chef Horst Seehofer" sei, zitiert das Nachrichtenmagazin einen Rundfunkrat.

Interne Kandidaten für die Nachfolge scheinen laut dem Bericht keine Chance zu haben. Der "erweiterte Ältestenrat" des Rundfunkrats hatte vorher ein "Anforderungsprofil" erarbeitet. Darin wird eine "Persönlichkeit mit hoher Affinität zum Sendegebiet" gesucht, mit praktischen Erfahrungen im Journalismus sowie umfassenden Kenntnissen der medienpolitischen und rundfunkrechtlichen Zusammenhänge. Zudem soll der Neue nicht älter als 55 Jahre sein.