Der Fachverband Rundfunkempfangs- und Kabelanlagen (FRK) geht davon aus, dass die Übernahme der Kabelgesellschaft Unitymedia durch den US-Medienkonzern Liberty Global eine weitere Konsolidierung des deutschen Kabelmarkts bewirken wird. Das von John Malone geführte Unternehmen werde versuchen, durch weitere Zukäufe eine schlagkräftige Kabelgruppe als „Westschiene“ aufzubauen, die der „Ostschiene“ von Kabel Deutschland gegenüberstehe, sagte der stellvertretende FRK-Vorsitzende Heinz-Peter Labonte dem Branchendienst "Medienbote". Die von Unitymedia betriebene Pay-TV-Plattform arenaSAT könnte Malone - entgegen Gerüchten, die Plattform würde eingestellt - zu einem gewichtigen Konkurrenten für Sky ausbauen, der seinem Erzrivalen Rupert Murdoch in Deutschland in die Quere kommt.

Der Verkauf, der noch kartellrechtlich genehmigt werden muss, soll im ersten Halbjahr 2010 abgeschlossen werden. (SatelliFax berichtete) Unitymedia, das sich bislang in den Händen der Finanzinvestoren BC Partners und Apollo Management befand, ist mit 4,5 Millionen Kunden der nach Kabel Deutschland zweitgrößte deutsche Kabelnetzbetreiber.