Telekom-Vorstand Christian P. Illek hat die HDTV-Strategie der Privatsender kritisiert. „Wer es ernst meint und HDTV hoffähig machen will, muss dafür sorgen, dass es auf jeder Plattform zu empfangen ist und dem neuen Standard nicht unnötig Steine in den Weg gelegt werden“, sagte er in einem Interview mit dem Online-Branchendienst DWDL. Hintergrund: Die Privatsender wollen an der klassischen Werbemarktung festhalten und das so genannte „Ad Skipping“ (Überspringen von Werbung) verhindern. Aktuell befinde sich die Telekom sowohl mit RTL als auch mit Pro Sieben Sat 1 in „intensiven Gesprächen“, so Illek. „Wir sind derzeit in der intensiven Diskussion darüber, wie viel ein Kunde von dem Komfort, den er heute kennt, weggeben muss, damit er HD sehen kann, noch unterschiedlicher Meinung“, skizzierte er die komplizierten Verhandlungen. Zuvor hatte auch HD+-Chef Wilfried Urner die derzeitige Umsetzung als „nicht optimal“ bezeichnet. Über die Plattform HD+ sind die fünf hochauflösenden Sender RTL HD, Vox HD, Sat 1 HD, Pro Sieben HD und Kabel Eins HD via Satellit zu empfangen.