Der frühere "Zeit"-Chefredakteur Roger de Weck wird neuer Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Schweizer Rundfunk und Fernsehens SRG. Der 56-jährige freie Publizist trete sein Amt am 1. Januar 2011 an, teilte die zuständige Gesellschaft "SRG SSR idée suisse" am Dienstag mit.

Bei der SRG warten auf den neuen Generaldirektor Herausforderungen wie etwa der organisatorische und publizistische Zusammenschluss von Radio und Fernsehen. Die SRG steckt in den roten Zahlen. Eine Erhöhung der Empfangsgebühren wird diskutiert. Die SRG beschäftigt etwa 6100 Mitarbeiter. Es werden acht Fernseh- und 18 Radioprogramme ausgestrahlt.

Der 1953 im Schweizer Freiburg geborene Bankierssohn wuchs mit Deutsch und Französisch zweisprachig auf und zählt heute zu den profiliertesten Journalisten und Publizisten der Schweiz. Er arbeitete unter anderem als Journalist für verschiedene Blätter wie "Tribune de Genève", "24 heures" und die "Die Weltwoche".

Von 1992 bis 1997 leitete er den "Tages-Anzeiger" in Zürich und anschließend bis 2000 die Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" als Chefredakteur. Seither ist er freier Publizist und Kolumnist für Presse und Radio in der Schweiz, in Deutschland und in Frankreich. Zudem ist er Stiftungsratspräsident der Genfer Universitätsinstituts für internationale und Entwicklungs-Studien.