Der Österreichische Rundfunk (ORF) kann nach einem Zeitungsbericht auf mehr Umsätze aus der Online-Werbung hoffen. Das geplante ORF-Gesetz begrenzt die Werbeeinnahmen des öffentlich-rechtlichen Kanals in diesem Bereich auf zwei Prozent seiner Gebühreneinnahmen - rund zehn Millionen Euro.

Nach Informationen des "Standard" (Mittwochsausgabe) könnten in Zukunft vier Prozent verbindlich festgesetzt werden. Die Verdoppelung der Erlöse soll dann aber auf Kosten der Inhalte bei Angeboten wie "Futurezone" oder Spielen gehen, schreibt das Blatt. Bisher bestand die Österreichische Volkspartei (ÖVP) auf zwei Prozent, andere Fraktionen wollen mehr Spielraum.Medienpolitiker wollen nach Angaben des "Standard" zuerst Gespräche zwischen ORF und Zeitungsverband abwarten. Der wiederum muss das neue Modell mit seinen Mitgliedern noch abstimmen. Mit einer Beschränkung der Banner-Einnahmen wollen sich werbefinanzierte Rivalen des ORF gegen die geballte finanzielle Macht des Gebührensenders absichern.