Der interaktive TV-Standard Hybrid Broadcast Broadband TV (HbbTV) kann kommen: Das verantwortliche Konsortium gab am Donnerstag die Verabschiedung der Spezifikationen durch das Gremium ETSI bekannt.

Die Veröffentlichung (Dokument TS 102 796) geht einher mit der formellen Gründung der HbbTV‐Allianz. Künftig können sich dort weitere Unternehmen registrieren, um Zugang zu aktualisierten Versionen zu erhalten und an einer Test-Suite sowie an Zertifizierungs‐ und Werbemaßnahmen für den Standard mitzuwirken.

Geräteherstellern, Rundfunkanbieter und Netzbetreiber wollen mit dem neuen Standard dem interaktiven Fernsehen endlich zum Durchbruch verhelfen - nachdem die Multimedia Home Plattform (MHP) mit kaum hörbarem Getöse gescheitert war. HbbTV verbindet klassische Rundfunkausstrahlungen mit einem Rückkanal und Informationen aus dem Internet. Notwendig sind dafür spezielle Gerätschaften.

Das Format wurde von europäischen Herstellern und Anbietern entwickelt, um die Verbreitung von Nachrichten‐, Informations‐ und Unterhaltungsangeboten für Konsumenten über Rundfunk und Breitbandnetze per Settop‐Boxen und Fernsehgeräte mit Internetanschluss zu vereinheitlichen. Zum Einsatz kommen Standards und Internet‐Technologien des Open IPTV Forums (OIPF), der Consumer Electronic Association (CEA), der Digital Video Broadcasting Association (DVB) und der World Wide Web Consortium (W3C). Zu den Gründungsmitgliedern zählen: neben der Europäischen Rundfunkunion (EBU) auch France Televisions, das Institut für Rundfunktechnik, OpenTV, Philips, Samsung, SES Astra und Sony.