Die Fußball Bundesliga erhofft sich nach der gut verlaufenen Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika mehr Geld bei der Vermarktung der Spiele von TV-Sendern im Ausland.
"Der Erfolg hat die Attraktivität und den Wert der Bundesliga im Ausland auf jeden Fall gesteigert. Wir hoffen, das auch in Preissteigerungen bei der nächsten Lizenzierung der Fernsehrechte umzusetzen", sagte Robert Niemann, Chef der Vermarktungstochter DFL Sports Enterprises, dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe).

Dass die Preise durch Abwarten der Verantwortlichen sinken könnten, befürchtet er nicht: "Ich habe ja zwei Fernsehsender bei Sony geleitet und weiß, dass TV-Manager und Programmdirektoren sehr gerne Planungssicherheit haben. Gerade Fernsehsender im Ausland, die schon viel in die Marke Bundesliga investiert haben, wollen frühzeitig die Programmrechte sichern, um dann eine kontinuierliche Präsenz von Fußball auf dem Sender zu haben".

Aktuell seien in alle 208 Länder des Weltverbandes FIFA die Bundesligarechte für drei Jahre verkauft. 30 Millionen Euro werden daraus in der Saison 2009/10 an die Klubs ausgeschüttet. Der Wert aus den Auslandsfernseherlösen soll nach Worten Niemanns in der beginnenden Saison auf 35 Millionen und 40 Millionen in der Saison 2011/12 klettern. Dabei hat die DFL Erlösquellen abseits des klassischen Fernsehens im Auge: "Wir machen im Ausland bisher meist Abschlüsse, in denen alle Medienrechte enthalten sind, inklusive Web und Mobile. Da kommt Bewegung rein, auch was Nachberichterstattung angeht", sagte Niemann dem "Handelsblatt".