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Thread: Facebook

  1. #1
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    Facebook

    Verbraucherzentralen gehen gegen Netzwerke vor

    Die Verbraucherzentralen haben mehrere soziale Netzwerke im Internet wegen Datenschutzmängeln zu Unterlassungserklärungen aufgefordert. Die Plattformen Facebook, Lokalisten, MySpace, Wer-kennt-wen und Xing benachteiligten ihre Nutzer, kritisierte der Bundesverband der Verbraucherzentralen am 14. Juli in Berlin. Sie müssten sicherstellen, dass Daten nur verwendet werden, wenn die Nutzer einwilligen. Die Kunden müssten entscheiden, ob ihre Daten über Suchmaschinen zu finden seien. Einige Anbieter ließen sich zahlreiche Rechte an den Inhalten ihrer Nutzer geben oder sperrten den Zugang für Mitglieder, ohne Gründe zu nennen.

    „Dem Betreiber alle Rechte – dem Verbraucher bleibt das Schlechte: Nach diesem Motto scheinen die sozialen Netzwerke viel zu häufig zu verfahren“, sagte Verbandschef Gerd Billen. Die Expertin für soziale Netzwerke, Carola Elbrecht, sagte: „Wenn die geforderten Unterlassungserklärungen nicht abgegeben werden, werden wir das gerichtlich klären lassen.“ Die Verbraucher wüssten oft nicht, worauf sie sich mit der Zustimmung zu Geschäftsbedingungen und Datenschutzregeln einließen. Die Verbraucherzentralen erstellten mit rund 80 internationalen Verbraucherverbänden ein Forderungspapier.

    Facebook hat in Deutschland nach Angaben der Verbraucherzentralen rund 3,25 Millionen Mitglieder, bei Xing sind es knapp 2,7 Millionen bundesweit. Wer-kennt-wen hat insgesamt 6,5 Millionen Nutzer, Lokalisten mehr als drei Millionen.

  2. #2
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    Re: German News-general

    Twitter-Kommentare beim Filmschauen

    Filmfans können sich während des Schauens nun untereinander Kommentare über Twitter oder Facebook auf ihre Fernseher schicken. Das ermögliche eine neue Online-Anwendung auf Blu-ray-Spielern, teilte die Blu-ray Disc Association auf der Funkausstellung IFA in Berlin mit. Die Funktion sei für alle Blu-ray-Geräte der Generation 2.0 verfügbar, die über BD-Live ins Internet gehen können. Dazu zählen fast alle Geräte, die auf der Messe vorgestellt werden.

    Eine andere Anwendung erlaubt es Nutzern den Angaben zufolge, auf einer Weltkarte zu sehen, wer gerade wo auf der Welt den gleichen Film sieht – und ihn direkt nach seiner Meinung zu fragen. Auf Knopfdruck lasse sich außerdem auf zahlreiche Datenbanken zugreifen. So können Nutzer während des Films zum Beispiel nachschauen, in welchen anderen Streifen der Hauptdarsteller zu sehen war, oder sie können den Audiokommentar des Regisseurs zuschalten.

  3. #3
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    Facebook klagt 711 Millionen US-Dollar ein

    Die Online-Plattform Facebook hat nach eigenen Angaben am Donnerstagabend (Ortszeit) erfolgreich auf Schadenersatz in Rekordhöhe geklagt.

    Wie der Community-Betreiber in seinem Blog mitteilte wurden Facebook insgesamt 711 Millionen US-Dollar in einem Prozess gegen den als "Spam-König" bekannt gewordenen Unternehmer Sanford Wallace zugesprochen. Richter Jeremy Fogel vom U.S. District Court of the Northern District of California urteilte, dass Wallace gegen den sogenannten Can-Spam Act verstoßen habe, der falsche und in die Irre führenden Werbungen verbietet. Der Spammer habe außerdem gegen eine Einstweilige Verfügung verstoßen.

    "Wallace hat wissentlich gegen die Regularien verstoßen, und damit die Rechte von Facebook und Tausender Nutzer verletzt", zitierte die Online-Plattform aus dem Urteil. Er verdonnerte Wallace gleichzeitig dazu, die Facebook-Web-Site weder direkt noch indirekt wieder zu betreten - sprach also ein virtuelles Hausverbot aus. Facebook selbst rechnet nicht damit, das Geld am Ende auch zu erhalten. Anwalt Sam O'Rourke hofft gleichwohl, dass der Richzterspruch Signalwirkung auf andere Anbieter hat. "Wir haben einen weiteren wichtigen Sieg gegen Spammer errungen und werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen, auch andere Übeltäter zur Strecke zu bringen", sagte O'Rourke.

    Facebook hatte Wallace und zwei weitere Spammer bereits im Februar verklagt, weil die Unternehmen Phishing-Sites aufgebaut, sich damit illegal Zugang zu Userkonten verschafft und Millionen Spams abgesetzt hatten.

  4. #4
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    Verbraucherzentrale rät zu Verzicht auf Facebook

    Datenschutz und soziale Netzwerke: Nach Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) hat jetzt auch die Dachorganisation der Verbraucherzentralen massive Kritik an Facebook geübt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) rät, Facebook am besten überhaupt nicht mehr zu nutzen. „Momentan können wir den Nutzern nur raten, den geplanten Änderungen zu widersprechen und sich gemeinsam mit ihren Freunden einen neuen Anbieter zu suchen“, sagte VZBV-Vorstand Gerd Billen am 7. April in einer Mitteilung. Mit den neuen Datenschutzbestimmungen würden die Nutzer dem Unternehmen einen „Freibrief“ für „eine weitgehende Verwendung und Weitergabe ihrer Daten“ einräumen.
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    Die geplanten Änderungen der Datenschutzbestimmungen bei Facebook hatten in den vergangenen Tagen eine breite Debatte um den Datenschutz in sozialen Netzwerken angeheizt. Kritiker monieren, dass sich das US-Unternehmen das Recht vorbehält, die Daten seiner Nutzer an Dritte wie etwa Partnerunternehmen weiterzugeben. Facebook hatte seine Pläne den eigenen Nutzern zur Diskussion gestellt und will Anregungen und Kritik berücksichtigen. Noch sei überhaupt nicht entschieden, an welche Partnerunternehmen Daten weitergegeben würden, entgegnete eine Facebook-Sprecherin am 6. April. Das Unternehmen nehme den Datenschutz sehr ernst.

    Institutionen wie der VZBV bemängeln bei Facebook vor allem, dass die Nutzer die Weitergabe von Daten aktiv verhindern müssen (opt-out). Stattdessen sollten die Nutzer bei jeder Weitergabe und Nutzung von persönlichen Daten aktiv einwilligen müssen (opt-in), lautet die Forderung. „Das Belieben im Umgang mit den Daten der Nutzer muss endlich ein Ende haben“, sagt Billen. Zuletzt hatte im vergangenen Monat die Stiftung Warentest den laxen Umgang mit persönlichen Daten bei sozialen Netzwerken bemängelt. „Erhebliche Mängel“ erkannte die Stiftung bei Facebook, Stayfriends, LinkedIn und MySpace.

  5. #5
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    Aigner trifft sich mit Facebook – Weiter Bedenken

    Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) lässt mit ihrer Kritik am Online-Netzwerk Facebook trotz der Pläne für ein schlichtendes Gespräch nicht locker. Nach ihrer Kritik an großen Datenschutzlecks schrieb Facebook ihr einen Brief. Darin weist das Netzwerk Vorwürfe zurück und schlägt ein Treffen vor. Neue Kritik kommt vom Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar.

    „Die Bedenken der Ministerin sind nicht ausgeräumt“, sagte ihr Sprecher Holger Eichele am 8. April. „Im Gegenteil. Es gibt weiter eine große Anzahl offener Fragen. Deshalb kommen wir gerne auf das Gesprächsangebot von Facebook zurück.“ Die Ministerin werde die Unternehmensspitze zu einem Treffen nach Berlin einladen.

    Aigner fordert, dass Daten der Facebook-Mitglieder nur nach Einwilligung weitergegeben werden und droht mit dem Ende ihrer persönlichen Mitgliedschaft bei Facebook. Das Online-Netzwerk, bei dem man sich in Wort und Bild mit Freunden austauschen kann, hat weltweit rund 400 Millionen Nutzer.

    Facebook-Manager Richard Allan schrieb Aigner nach Angaben einer Sprecherin, das Unternehmen halte den Schutz persönlicher Daten wie die Ministerin für grundlegend. Das Unternehmen sei bei der Datenschutzkontrolle führend in der Branche. Einmalig in diesem Geschäftszweig sei auch, dass Facebook seine Nutzer nach ihrer Meinung zu Änderungen der Datenschutzrichtlinien frage. Aigner hatte Facebook aufgefordert, persönliche Daten von Nutzern nicht ohne deren Einwilligung automatisch an Dritte zu kommerziellen Zwecken weiterzuleiten.

    Allan versicherte der Sprecherin zufolge, die Pläne liefen nicht auf einen massenhaften Austausch von Daten für kommerzielle Zwecke hinaus. Es sei ein begrenzter Vorschlag, mit wenigen, vorab genehmigten Partner-Internetseiten zusammenzuarbeiten, auf denen die Facebook-Nutzer dann personalisierte Angebote bekommen könnten. Es werde auch Tests für solche Anwendungen geben.

    Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar kritisierte, Facebook nutze unerlaubt die Daten von Nicht-Mitgliedern, nachdem die eigenen Mitglieder eingeladen würden, persönliche Kontakte von ihrem privaten E-Mail-Anbieter oder aus dem Handy zu öffnen.

  6. #6
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    Facebook-Hack: 1,5 Millionen gestohlene Accounts werden angeboten

    Der Online-Plattform Facebook sind offenbar 1,5 Millionen Benutzer-Logins mit Passwörtern abhanden gekommen.

    Wie die Zeitschrift "Computer World" am Donnerstag (Ortszeit) unter Berufung auf den Sicherheitsdienstleister VeriSign berichtete, bietet ein Hacker mit dem Pseudonym Kirllos aktuell die Datensätze in Untergrund-Foren zum Kauf an. Die Preise variieren dabei zwischen 25 und 45 US-Dollar pro 1.000 Accounts - in Abhängigkeit davon, wie viele Kontakte es pro Benutzer gibt.

    Unklar war bis zuletzt, wie der Hacker in den Besitz der Daten kommen konnte und weshalb die Informationen so vergleichsweise billig abgegeben werden. In der Regel wird in Kriminellenkreisen ein Vielfaches dafür bezahlt. 700.000 Konten waren zum Zeitpunkt der Berichterstattung bereits veräußert. Facebook verweist auf insgesamt 400 Millionen Surfer, die die Plattform zur Kontaktpflege nutzen.

  7. #7
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    Facebook & Co. sollen private Daten an Werbekunden weitergegeben haben

    Facebook, MySpace und andere soziale Netzwerke sollen sensible Nutzerdaten an Werbekunden weitergegeben haben. Entgegen den Richtlinien und Beteuerungen seitens der Plattformbetreiber wurden laut einem Bericht des „Wall Street Journal“ persönliche Informationen ohne Zustimmung der User versendet. Die Daten sollen ein genaues Identifizieren der Personen ermöglichen. Die Informationen gingen an Werbekunden wie Googles Doubleclick und Yahoos Right Media und sollen sowohl Nutzernamen, Wohnort, Alter und Beruf umfasst haben. Die Weitergabe sei dann passiert, wenn Nutzer in den sozialen Netzwerken auf Anzeigen klickten. Google und Yahoo beteuern jedoch, keine solchen Daten zu haben oder zu benutzen.

    Nach dem Zeitungsbericht wird nun diskutiert, ob es sich tatsächlich um einen großen Skandal oder nur um ein Missverständnis handelt. An sich werden den Werbern jedes Mal, wenn ein Nutzer auf einen Link klickt, die URLs angezeigt, von wo aus der Nutzer zugegriffen hat. Im aktuellen Fall sollen aber weit mehr Daten als üblich mit versendet worden sein. Offen ist, ob die Weitergabe möglicherweise auch unabsichtlich geschah.

    „Facebook gibt keine Nutzerdaten weiter“, betonte eine Sprecherin der Plattform. Laut dem Bericht gab es jedoch zumindest ein teilweises Eingeständnis der betroffenen Social Networks, dass hier sensible Informationen an Dritte gelangt sind. Denn die Plattformen sollen nach dem Aufkommen der Vorwürfe den Code für die Datenübermittlung geändert haben. Neben Facebook und MySpace wurden auch Seiten wie Digg und LiveJournal als Datensünder kritisiert.

    Unabhängig davon, in wie vielen Fällen - ob unabsichtlich oder bewusst – die Informationen nach Außen gelangten, steht Facebook neuerlich am stärksten unter Druck. Einerseits sollen über die Seite noch mehr persönliche Daten mitgeliefert worden sein als bei anderen Portalen, andererseits ist Facebook derzeit ohnehin gehörig unter Beschuss. Der vom Wall Street Journal geortete Skandal kommt demnach zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt für das populäre Netzwerk.

  8. #8
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    Facebook vereinfacht Datenschutz-Kontrolle

    Nach anhaltender Kritik an seiner Datenschutz-Politik will das Online-Netzwerk Facebook den Nutzern mehr Kontrolle über ihre persönlichen Informationen geben. Sie sollen einfacher und genauer einstellen können, wer ihr Profil sowie Inhalte wie Fotos, Videos und Statusmeldungen sehen kann.

    Die Umsetzung beginne sofort, dauere aber einige Wochen, kündigte das Unternehmen am Mittwoch im kalifornischen Palo Alto an.

    Facebook vereinfacht die bislang unübersichtlichen Kontrollen. Änderungen sollen künftig mit wenigen Klicks möglich sein. Die Sichtbarkeit bereits veröffentlichter Informationen wie Fotos können Nutzer auf einen Schlag einschränken. "Das ist eine ziemlich große Überarbeitung des Systems", betonte Firmenchef Mark Zuckerberg. Das Unternehmen versprach zudem, die Einstellungen der Nutzer für alle künftigen Produkte zu übernehmen.

    Auch die Programme von Drittanbietern bezieht Facebook in die Änderungen ein. Nutzer bekommen genauer angezeigt, welche Informationen diese sogenannten Applikationen erhalten - zum Beispiel die E-Mail-Adresse, Profilinformationen oder Fotos. Zudem sollen sie die Programme mit wenigen Klicks deaktivieren können. Zu den populärsten Anwendungen zählt das Spiel Farmville, dessen Betreiber Zynga wegen der Sammlung umfangreicher Nutzerdaten Negativ-Schlagzeilen gemacht hat.

    Zuckerberg gestand bei der Präsentation der Neuerungen Fehler ein. Facebook habe in den vergangenen Monaten viele Dinge auf einmal geändert. "Das haben wir nicht so kommuniziert, wie wir es gekonnt hätten, viel ging unter." Das Unternehmen will die Privatsphäre- Einstellungen daher künftig seltener modifizieren.

    Facebook beriet sich nach eigenen Angaben mit dem US-Senator Charles Schumer sowie diversen Datenschutz- und Verbraucherschutz- Organisationen. Die Ergebnisse der Gespräche hätten großen Anteil an der Umsetzung der neuen Regeln, erklärte das Unternehmen.

    Datenschützer kritisieren trotz der Änderungen, dass Facebook Informationen wie Fotos nicht standardmäßig als "privat" anzeigt und damit einem größeren Nutzerkreis verschließt. "Das Herzstück von Facebook ist es, Informationen zu teilen", entgegnete Facebook-Manager Bret Taylor dem Vorwurf im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. "Wir geben Einstellungen vor, die die typische Nutzung berücksichtigen."

    So gehe man mit Kontaktinformationen wie Telefonnummern sehr restriktiv um. Fotos würden dagegen auch den Kontakten der eigenen Freunde zugänglich gemacht, damit Nutzer zum Beispiel leichter ehemalige Klassenkameraden finden könnten.

    Facebook war in den vergangenen Wochen nach mehreren Änderungen an seinen Datenschutz-Einstellungen massiv unter Beschuss geraten. Selbst in den USA, wo Datenschutz traditionell eine geringere Rolle spielt als in Europa, fiel der Protest von Nutzern, Politikern und Datenschützern heftig aus.

    Kritiker monierten zum einen, der Betreiber dränge die Nutzer zu einem freizügigen Umgang mit ihren Daten. Zum anderen seien die Datenschutz-Einstellungen zu kompliziert und verhinderten so eine effektive Kontrolle.

  9. #9
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    Datenschutz-Streit zwischen Aigner und Facebook geht weiter

    Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) wird nach monatelangen Auseinandersetzungen ihre Mitgliedschaft beim Internet-Netzwerk Facebook beenden. Dies teilte sie am 4. Juni nach einem Treffen mit einem Vertreter des Konzerns in Berlin mit. Sie könne und wolle nicht akzeptieren, dass ein führendes Unternehmen gegen Datenschutzrecht verstoße und die Privatsphäre seiner Mitglieder in weiten Teilen ignoriere. „Ich trete zwar aus, aber am Thema bleibe ich dran“, sagte die Bundesministerin.

    Aigner hatte sich Anfang April in einem Offenen Brief an den Chef des US-Unternehmens, Mark Zuckerberg, gewandt und gegen die Pläne des Netzwerks protestiert, künftig Nutzerdaten automatisch an Dritte weiterzugeben. Daraufhin hatte Facebook vor einer Woche mehr Kontrolle für Nutzer über ihre persönlichen Daten versprochen. Diese Bemühungen hatte Aigner als einen „ersten Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnet, der aber bei weitem nicht ausreiche.

    Nach dem Gespräch mit Facebook-Manager Richard Allen am 4. Juni hätten sich ihre Zweifel bestätigt, sagte Aigner. Sie forderte, dass die Grundeinstellungen für neue Profile den höchsten Sicherheitsstandards entsprechen müssten. „Statt sich ewig durch irgendwelche Menüs zu klicken, muss jeder Internet-Nutzer von Anfang an entscheiden können, wie weit er sein Profil nach außen hin öffnet.“ Erst in der vergangenen Woche hatte Aigner neue Richtlinien für Datenschutz und Privatsphäre im Internet angekündigt.

  10. #10
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    Aigner legt bei Kritik an Facebook nach – „Bewusste Verschleierung“

    Bundesministerin Ilse Aigner hat ihre Kritik am sozialen Netzwerk Facebook erneuert. „Was mit den privaten Daten der weltweit mehr als 400 Millionen Mitglieder geschieht, wird bewusst verschleiert“, erklärte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in einem Interview mit dem Fachmagazin Werben & Verkaufen (W&V). Als Verbraucherschutzministerin könne sie nicht akzeptieren, wenn Facebook als Marktführer die Datenschutz-Einstellungen immer weiter zum Nachteil der Mitglieder lockere und personenbezogene Daten an Werbepartner weitergeben wolle.

    Das Netzwerk habe deutsche Nutzungsbestimmungen, schätzungsweise neun Millionen deutsche Kunden und eine Niederlassung in Hamburg. „Deshalb muss sich Facebook auch an deutsches Recht halten“, so Aigner, die vor einiger Zeit öffentlichkeitswirksam ihre Präsenz bei Facebook beendet hat. Sie sei sich mit Innenminister de Maizière beim Thema Datenschutz einig, Regeln zu finden, ohne die Freiheiten des Einzelnen zu sehr zu beschneiden. Dies müsse aber möglichst in einem internationalen Kontext geschehen. Aigner appellierte allerdings auch an die Selbstverantwortung der Bürger, die das Internet nutzen. „Jeder Nutzer muss wissen, dass das Netz nichts vergisst und dass er bei vermeintlich kostenlosen Webseiten mit der Preisgabe persönlicher Daten bezahlt“, warnte die CSU-Politikerin. Beim Gesetz gegen unerlaubte Telefonwerbung denkt die Ministerin über eine Nachbesserung nach. Das neue Gesetz sei gerade ein knappes Jahr in Kraft - auch hier werde man eine erste Bilanz ziehen. „Es ist denkbar, dass wir an einigen Stellen nacharbeiten müssen“, erklärte Aigner gegenüber dem Magazin.

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