Der Österreichische Rundfunk (ORF) wird im kommenden Jahr einen geeigneten Kandidaten für den Musikwettbewerb "Eurovision Song Contest" suchen.
Das bestätigte am Dienstag der Kommunikationschef des öffentlich-rechtlichen Senders, Pius Strobl. Noch sei offen, wie die Suche nach dem Teilnehmer aussehen solle, allerdings sei eine Verknüpfung mit dem Casting-Format "Helden von morgen" möglich, hieß es. Die Show will der ORF im Oktober ausstrahlen.

Generaldirektor Alexander Wrabetz habe die Teilnahme eines heimischen Künstlers gegen alle hausinternen Widerstände beschlossen, berichtete die Programmzeitschrift "TV-Media". Der "Standard" vermeldete dagegen, die Entscheidung sei in Abstimmung mit ORF-Programmdirektor Wolfgang Lorenz einvernehmlich ausgefallen. Lorenz wies gleichzeitig die mediale Darstellung zurück, er habe den "Grand Prix" abgelehnt, das Gegenteil sei richtig.

Fest steht: Österreich kehrt nach dreijähriger Pause in den Wettbewerb zurück. Im Jahr der letzten Teilnahme (2007) war Eric Papilaya mit "Get A Life - Get Alive" im Halbfinale gescheitert, er wurde Vorletzter.

Seit dem zweiten Grand Prix 1957 in Frankfurt gehörte die Alpenrepublik zu den Teilnehmern des Wettbewerbs. Die großen Erfolge des Landes liegen allerdings schon lange zurück: 1966 konnte Udo Jürgens mit "Merci Chérie" den bisher einzigen Sieg für Österreich holen, bereits im Jahr zuvor hatte er einen vierten Platz ergattern können. Letzte Plätze gab es nach Angaben der Veranstalter dagegen in den Jahren 1981, 84 und 88 sowie 1991.

Alle Länder, die in der Europäischen Rundfunkunion (EBU) organisiert sind, dürfen am "Eurovision Song Contest" teilnehmen. Auch ARD und ZDF sind der EBU angeschlossen.