Der Österreichische Rundfunk (ORF) hat dank eines rigiden Kostenmanagements und steigender Einnahmen bei der Fernseh- und Radiowerbung erneut schwarze Zahlen geschrieben.

Exakt 5,1 Millionen Euro blieben unter dem Strich im ersten Halbjahr hängen, der öffentlich-rechtliche Sender liegt damit deutlich über seinem Halbjahresergebnis vom Vorjahr (minus 27,2 Millionen Euro) und auch über seinem eigenen Plan, der ebenfalls mit roten Zahlen gerechnet hatte. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz präsentierte die Zahlen am Mittwoch in einem Schreiben an die Mitglieder des ORF-Stiftungsrats sowie des Publikumsrats.

Die Werbeerlöse lagen dieser Mitteilung zufolge mit 3,7 Millionen Euro bzw. 3,4 Prozent über Plan. Im Gegenzug sei der Sach- und Personalaufwand trotz großer Ereignisse wie der Olympischen Winterspiele oder der Fußball-WM in Südafrika gegenüber dem Vorjahr um etwa 30 Millionen Euro gesenkt worden, erklärte Wrabetz.

Der Personalstand sank auf 3.249 Vollzeit-Mitarbeiter und liegt damit um 275 unter Vorjahreswert. Seit 2007 baute die öffentlich-rechtliche Sendergruppe 500 Stellen ab. Für das Gesamtjahr rechnet der Österreichische Rundfunk ebenfalls mit einem ausgeglichenen Ergebnis.