Satelliten-Betreiber Echostar steckt tief in den roten Zahlen. Wie der Konzern am Montagabend (Ortszeit) nach Börsenschluss in Englewood (Colorado) mitteilte, fehlten im zweiten Quartal 41 Millionen US-Dollar in der Kasse.

Im Vorjahr wurde zwischen März und Ende Juni noch ein Gewinn von 102 Millionen US-Dollar ausgewiesen. EchoStar betreibt als Mutter des Pay-TV-Riesen Dish Network dessen Satelliten, kontrolliert den Streaming-Spezialisten Slingmedia ("Slingbox") und produziert auch digitale Festplatten-Receiver. In diesem Zusammenhang ist der Konzern seit Jahren in eine Patentauseinandersetzung mit dem Konkurrenten Tivo verwickelt, der bereits hohe Strafzahlungen erstritten hat.

Der Umsatz von EchoStar sprang aufgrund von Sondereffekten gleichwohl von 383 auf 603 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen wurde vor 25 Jahren gegründet und verfügt inzwischen über zehn digitale Sendestationen in Nordamerika und ein Glasfasernetz. Dish hatte erst kürzlich seine Zahlen vorgelegt, dabei steigende Gewinne aber einen kleinen Aderlass bei den Abonnenten vermeldet. 14,318 Millionen Haushalte haben eines der Pay-Pakete abonniert.