Der Österreichische Rundfunk (ORF) hat nach einer monatelangen Hängepartie einen Vertrag für die Übertragung von Spielen der Fußball Bundesliga unterzeichnet.

Mit der Vereinbarung sichere man sich für die nächsten drei Jahre die Free-TV-Rechte an der österreichischen Liga, teilte die öffentlich-rechtliche Sendergruppe am Dienstag mit. Unterschrieben haben das Papier Bundesliga-Präsident Hans Rinner, Bundesliga-Vorstand Georg Pangl sowie ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Informationsdirektor Elmar Oberhauser.

Der ORF zeigt künftig pro Runde ein Bundesliga-Spiel live. Diese Partie findet entweder am Sonntag (16.00 Uhr) oder Mittwoch (20.30 Uhr) statt. Für die Partie besitzt der Sender ein Erstauswahlrecht. Das Publikum könne sich also darauf verlassen, dass es in den Genuss der "attraktivsten Begegnung" der Runde komme, warb Wrabetz. Fixiert wurde auch, dass die Spiele in HD produziert werden.

Selbst produziert werden in den nächsten drei Jahren zudem alle Heimspiele österreichischer Mannschaften in der Qualifikation der UEFA Champions League und der UEFA Europa League inklusive der Play-off-Phase, die ebenfalls live im ORF zu sehen sein werden. Zudem steht auch ein Live-Spiel pro Woche aus der Ersten Liga im Spartenkanal ORF Sport Plus auf dem Programm.

Dazu sicherte sich der öffentlich-rechtliche Sender ein ausführliches Erstverwertungsrecht für Zusammenfassungen aller Spiele der höchsten und zweithöchsten Spielklasse. Diese sind in ORF1 jeweils am Sonntag ab 18.00 Uhr zu sehen. Spiel-Zusammenfassungen werden national ("Sport am Sonntag", "ZiB-Flash") sowie in den ORF-Regionalprogrammen ("Bundesland heute") gezeigt. Darüber hinaus umfasst der neue Vertrag auch umfangreiche Hörfunk- sowie Video-on-Demand-Rechte, auf die der ORF nicht im Detail einging.

Der gebührenfinanzierte Konzern teilt sich die TV-Rechte mit Sky. Während der öffentlich-rechtliche Sender 36 Matches live ausstrahlt, sind es im Bezahlkanal alle 180. Sky hatte seinen Vertrag bereits Mitte Juli unterzeichnet, nachdem Irritationen um Anstoßzeiten beseitigt wurden.

Wie viel der Österreichische Rundfunk für die Rechte zahlt, ist nicht bekannt. Insgesamt sollen angeblich 17 Millionen Euro jährlich fließen, Sky dürfte den etwas größeren Anteil zu tragen haben. Oberhauser betonte lediglich, dass die mit der Liga getroffene Vereinbarung auf "der Basis von Vernunft aufbaut, von der alle profitieren".