Den aktuellen Schwierigkeiten von Sky Deutschland zum Trotz: Das Bezahlfernsehen wächst einer am Mittwochnachmittag (Ortszeit) in Singapur vorgelegten Studie des Marktforschers ABIresearch in den kommenden Jahren stark.

Im zweiten Quartal dieses Jahres erzielten die Senderbetreiber den Autoren zufolge ein Plus von neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und spielten sich damit gut 58 Milliarden US-Dollar in die Kassen.

Grund dafür sind nicht nur wachsende Kundenzahlen, sondern vor allem gestiegene ARPU-Werte. ARPU steht für Average Revenue per User und bezeichnet die durchschnittliche Summe, die ein Abonnent bereit ist, monatlich für einen Service auszugeben. Vor allem das wachsende HDTV-Angebot sorgt bei gut betuchten Haushalten für eine größere Ausgabenbereitschaft. Darauf setzt auch Sky, bislang allerdings ohne Erfolg.

Die größten Umsätze generieren weiterhin Kabelnetzanbieter - vor allem in den USA - mit einem Anteil von 52 Prozent am Gesamtmarkt. Auf den Plätzen folgen Satellit und mit größerem Abstand das noch junge IPTV. Der Satellit war im zweiten Quartal immerhin für 24 Milliarden US-Dollar Umsatz gut und damit 12 Prozent mehr als im Vorjahr. So steigerte beispielsweise der US-Riese DirecTV seinen ARPU-Wert zuletzt von 83 auf 87 US-Dollar monatlich - auch und vor allem wegen neuer HD-Angebote.

Telekommunikationskonzernen bescheinigt ABIresearch eine gute Zukunft: Die Umsätze mit IPTV-Bouqets sollen im Jahr 2015 bei 40 Milliarden US-Dollar weltweit liegen.