Der japanische Hersteller Toshiba will seinen Konkurrenten nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Agence France Press (AFP) am Dienstag ein Schnippchen bei 3D-fähigen Fernsehern schlagen.

Den Angaben zufolge sollen die ersten Modelle noch in diesem Jahr zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen, die zum Betrachten der räumlichen Bilder keine der bislang üblichen Shutter-Brillen benötigt. Statt dessen soll die 3D-Darstellung durch die Abstrahlung der Bilder in verschiedenen Blickwinkeln ein stereoskopisches Bild ermöglichen.

Laut AFP sind drei Modelle geplant. Ein Preis wurde nicht genannt, lediglich über "einige Tausend US-Dollar" spekuliert. Nicht nur, dass mit diesem Verfahren die nervigen Brillen entfallen, der Fernsehabend könnte auch wieder ein Gemeinschaftserlebnis werden - denn gleich mehrere Personen können die 3D-Bilder unabhängig voneinander wahrnehmen. Erst vor kurzem hatte ein Ableger des Fraunhofer Instituts ein Codec-Verfahren vorgestellt, das in eine ähnliche Richtung abzielt.

Toshiba hatte seine ersten dreidimensional tauglichen Flat-TVs in diesem Jahr auf den Markt gebracht. Zum erhofften Knüller reichte es nicht, einerseits, weil viele Zuschauer sich durch die Shutter-Brillen gestört fühlen und andererseits die Fernseher teurer als ihre 2D-Kollegen sind. Eine Stellungnahme wollte Toshiba zur angeblichen 3D-Revolution übrigens nicht abgeben.