Nachdem der hochauflösend ausgestrahlte und frei empfangbare Kanal Anixe-HD am Freitag angekündigt hatte, die Ausstrahlung seines HD-Programms über den Astra Satelliten auf Position 19,2 Grad Ost zu reduzieren, setzte der Anbieter um 9.45 Uhr am heutigen Montag seinen Plan in die Tat um.

Zukünftig werden Fernsehzuschauer das Programm nur zu bestimmten Uhrzeiten hochauflösend sehen können.

Montags bis Freitags sendet Anixe-HD ab 20.15 Uhr durchgehend bis 9.45 Uhr am Folgetag auf dem bisherigen Transponder in HD, die restliche Zeit in SD. Am Wochenende, von Samstagabend 20.15 Uhr bis Montag 9.45 Uhr, ist das Programm dann durchgehend in nativem HD auf Sendung.

Nicht von dieser Änderung betroffen sind alle Kunden, die Anixe-HD über Kabel und IPTV empfangen - und auch Anixe-SD wird über Satellit weiterhin rund um die Uhr ausgestrahlt.

Der Kanal war Deutschlands erster Free-HDTV-Sender, seit Mai 2006 ist auch das niedrig aufgelöste Pendant auf Sendung. Anixe-HD und Anixe-SD finanzieren sich durch Werbung. Zu einem Start über die verbraucherfeindliche "HD+"-Plattform von SES Astra wollte sich der Anbieter nicht durchringen. Dort werden bislang nur die Programme von ProSiebenSat.1 und RTL hochauflösend verbreitet.

Hinter der Reduktion stecken handfeste finanzielle Erwägungen, schließlich kostet eine Transpondermiete über den Astra-Satelliten kolportierte sieben bis acht Millionen Euro jährlich. Auch, wenn sich mehrere Anbieter einen Transponder teilen, kommen auf die Betreiber gewaltige Kosten zu - gerade bei HD-Programmen, die mehr Kapazität benötigen. Ob der Rückzug ein Abschied auf Raten ist, bleibt offen.