Frankreichs öffentlich-rechtliches Fernsehen darf länger als geplant auf Werbeeinnahmen bauen. Kultur- und Kommunikationsminister Frédéric Mitterrand erklärte am 17. September im nationalen Rundfunk, France Télévisions werde ein zweijähriges „Moratorium“ zugebilligt. Ursprünglich war geplant gewesen, ab November 2011 die Werbung aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu verbannen. Nach dem nun verkündeten Aufschub dürfte auf den TV-Kanälen France 2, France 3, France 4, France 5 und RFO erst frühestens ab Februar 2014 die Werbung verboten werden.

Mitterrand hatte den Aufschub mit notwendigen „Budget-Anpassungen“ begründet. France Télévisions hatte im Vorjahr insgesamt knapp 405 Millionen Euro an Werbeeinnahmen. Das Gebührenaufkommen wird im laufenden Jahr auf rund 3,1 Milliarden Euro geschätzt.