Die Fans der Formel1 können sich auf das kommende Jahr freuen: Dann nämlich wird das Hochgeschwindigkeitsspektakel erstmals komplett im hochauflösenden Standard produziert und übertragen.

Entsprechende Planspiele bestätigte Formel1-Chef Bernie Ecclestone der britischen Rundfunkanstalt BBC am Sonntag (Mitarbeiter Lee McKenzie). Noch zu Beginn des Jahres hatte der Unternehmer gesagt, dass es voraussichtlich bis 2012 dauere, die Technik umzurüsten. Seinen Worten zufolge soll es nun bereits im ersten Quartal soweit sein - also rechtzeitig zu Beginn der neuen Saison.

"Was wir im Moment herstellen ist zwar sehr gut, aber ich glaube wir steigen auf HDTV im nächsten Jahr um", zitierte die British Broadcasting Corporation den Milliardär im Fernsehen. Bislang zeigte sich Ecclestone zurückhaltend - mit der Begründung, dass in den meisten Haushalten noch klassische Technik stehe. Ähnlich hatten auch ARD und ZDF argumentiert, beide öffentlich-rechtlichen Sender waren erst im Frühjahr ins hochauflösende Fernsehen eingestiegen. Dem Branchenmagazin "Autosport" sagte der Unternehmer im Juni: "Wir wollen nichts anbieten, was die Zuschauer noch nicht fordern". Etwa jeder fünfte Haushalt in Großbritannien ist in der Lage, HD-Signale zu sehen. In Deutschland sieht es ähnlich aus.

RTL und Sky übertragen die Formel1 im Free-TV bzw. Pay-TV. Hochauflösende Signale sind bei RTL verschlüsselt nur über die kostenpflichtige verbraucherunfreundliche Plattform "HD+" zu sehen. Aktuell werden die Formel1-Übertragung mit technischen Mitteln auf Full-HD skaliert, weil die Signale nur in SD-Qualität angeliefert werden. Ecclestone kontrolliert die federführende Produktionsfirma Formula One Management. Ob und wann 3D-Rennen gezeigt werden, ist offen. Auch hier sperrt sich der Unternehmer noch.