Die Tageszeitung "Der Standard" hat am Montagabend Details zum neuen Informations- und Kulturkanal des Österreichischen Rundfunks (ORF) veröffentlicht - unter Berufung auf ein internes Konzeptpapier.

ORF Info Plus soll ein 24-Stunden-Programm und über Satellit sowie DVB-T verbreitet werden. Aufgrund des schmalen Budgets sind viele Wiederholungen vorgesehen. Für Eigenproduktionen stehen nach Angaben des Blattes "Drittmittelfinanzierungen" wie Sonderwerbeformen, und Presentings "in bescheidenem Umfang" im Konzept.

Schmal sei auch die angepeilte Zielgruppe:0,3 Prozent Marktanteil hat der Vorgängersender TW1 derzeit ohne Sportübertragungen. Binnen drei Jahren soll der Info- und Kulturkanal "realistischerweise" 0,8 bis ein Prozent des TV-Publikums ab zwölf Jahren erreichen, "ohne den Erfolg der Vollprogramme ORF1, ORF2 und 3sat zu beeinträchtigen".

Laut "Standard" wird der neue Sender wie TW1 als Tochterfirma geführt. Damit sei sichergestellt, dass in Hinblick auf Struktur-, Personal- und Produktionskosten "weiterhin geordnet und äußerst kostengünstig gearbeitet" werden könne, hieß es. Für die Abwicklung budgetiert der neue Spartenkanal angeblich 2,266 Millionen, für Kauf und Produktion des Programms 4,088 Millionen.