Das ZDF will in den kommenden zwei Jahren sein Profil schärfen und die Stärke des Mediums Fernsehen besonders in den Vordergrund stellen. Dazu sollen aktuelle Sondersendungen und Live-Angebote, bildstarke Ausdrucksformen und die hintergründige Einordnung von Fragestellungen und Themen ausgebaut und die Anzahl der hoch aufgelösten HD-Produktionen systematisch weiter gesteigert werden.

Das gab das ZDF am Freitag nach einer Sitzung des Fernsehrats bekannt. Mit einer Modernisierung seines Programms will der Sender seine Resonanz in jüngeren Altersgruppen verbessern. Auch die Interaktion und Kommunikation mit den Zuschauern soll ausgebaut werden, hieß es.

Der ZDF-Fernsehrat habe das vorgelegte umfangreiche Papier über die "Programm-Perspektiven des ZDF 2011-2012" zustimmend zur Kenntnis genommen. In zwei Jahren werde ZDF-Intendant Markus Schächter das Erreichen der gesteckten Ziele bilanzieren.

Sein Programm-Portfolio will das ZDF zu einer "zeitgemäßen, vielfältigen Angebots-Ausprägung öffentlich-rechtlichen Fernsehens" weiterentwickeln. Mittlerweile sei eine Publikumsansprache über mehrere Kanäle gängiger Standard des Marktes. Durch die Fortentwicklung seiner digitalen Spartenkanäle will das ZDF diesen Marktstandard noch deutlicher herausarbeiten. Eine Anpassung der ergänzenden Online-Angebote soll dies unterstreichen.

Neben dem Hauptprogramm enthält das ZDF-Programmportfolio für jüngere Zuschauer die Zielgruppenkanäle ZDFneo und mit der ARD gemeinsam den Kinderkanal. Der ZDFinfokanal ergänzt mit einem Profil als Nachrichten-, Service- und Hintergrundangebot den Ereigniskanal Phoenix im Informationsbereich. Der ZDF-Kulturkanal soll mit der Fokussierung auf Popkultur 3sat als Kultur- und Wissenschaftskanal und Arte als europäisches Kulturprogramm ergänzen.