Das dürften die TV-Hersteller gar nicht gerne hören: 20 Prozent der Zuschauer, die bereits 3D-Fernsehen getestet haben, klagen über Unwohlsein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der CBS, wie der "Hollywood Reporter" am Dienstag (Ortszeit) berichtete.

Unter anderem haben sich die European Broadcasting Union (EBU) und die Universität von Kalifornien mit dem Phänomen dreidimensionales Fernsehen beschäftigt. Untersucht wurden die Auswirkungen von 3D beispielsweise bei einer Tennisübertragung von den US-Open.

3D funktioniere wunderbar im Kino. Allerdings ist Bob Seidel von der CBS skeptisch, ob das auch im Fernsehen so funktioniere. 8 bis 10 Prozent der Menschen könnten dreidimensionales Fernsehen überhaupt nicht wahrnehmen. Ebenso klappe 3D nicht bei farbenblinden Menschen.

Andere Zuschauer reagierten mit Kopfschmerzen oder Augenproblemen. Insgesamt belief sich der Prozentsatz der Zuschauer, die mit 3D nichts anfangen könnten, auf ungefähr 20 Prozent.

Den ersten schleppenden Absatzzahlen zum Trotz: Bereits im Jahr 2015 soll hierzulande jeder fünfte Haushalt über ein 3D-Gerät verfügen. Insgesamt werden dann rund acht Millionen 3D-Fernseher in deutschen Wohnungen stehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Goldmedia-Studie („3D Home-Entertainment in Deutschland").

Bis Jahresende sollen nach Schätzungen der GfK Retail and Technology rund 150.000 Stück verkauft werden. Das ist im Vergleich zum Absatz regulärer Panels aber eine vergleichsweise winzige Anzahl.

Im Oktober ging auch die Pay-TV-Plattform Sky mit einem entsprechenden 3D-Kanal an den Start. Derzeit größtes Problem: Nochh fehlt eine große Palette an dreidimensionalen Inhalten. Außerdem stören die Brillen. Toshiba will Ende des Jahres einen ersten brillenlosen 3D-Ferneher auf den Markt bringen.