Das neu formierte Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) hat in diesem Jahr offenbar einiges vor: Neben neuen TV-Shows steht auch eine Internet-Offensive auf der Agenda.
Die Zeitung "Der Sonntag" zitierte aus einem Video von SRG-Generaldirektor Roger de Weck und SRF-Direktor Rudolf Matter, in dem Ausbaupläne im Online-Bereich verkündet werden. Um das zu finanzieren, sollen von den Zuschauern keine Extra-Gebühren beispielsweise für Mediatheken verlangt werden, de Weck denkt vielmehr an ein völlig neues Entgelt. Es habe im Parlament eine Diskussion über eine Mediengebühr statt einer Radio- und Fernsehgebühr begonnen, das gehe in die "richtige Richtung", erklärte der SRG-Chef den Angaben zufolge.

Matter wiederum sagte der Zeitung "SonntagsBlick", dass eine neue Polit Talksendung geplant sei, das Format "Arena" in jedem Fall erhalten bleibe und man derzeit auch an einer wöchentlichen Soap bastle. Auf absehbare Zeit fehlten dazu jedoch noch die Mittel.
Auch einen Formel1- oder Champions-League-Verzicht hält Matter für denkbar, weil die Rechte teuer sind": Ich schließe nicht aus, dass es ein Thema sein wird, genau zu überprüfen, ob wir die steigenden Preise für die großen Sportevents noch zahlen können", sagte er dem Blatt. Sendungen wie "Jackass" oder das "Dschungelcamp" blieben auch weiter den Privaten vorbehalten.

Unter dem Dach der Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) produzieren seit 1. Januar rund 2.150 Mitarbeitende drei Fernseh- und sech Radioprogramme sowie ergänzende Multimedia-Angebote für die Deutschschweiz. SRF entstand aus dem Zusammenschluss des Schweizer Radio (DRS) und des Schweizer Fernsehen (SF).