Das DVB-Konsortium hat nach längeren Beratungen den Standard fürs 3D-Fernsehen formal verabschiedet. Er wird nun dem European Telecommunications Standards Institute (ETSI) vorgelegt.

Nach einer Mitteilung am Montag in London wurde das BlueBook "Frame Compatible Plano-Stereoscopic 3DTV" inzwischen publiziert. Es definiert unter anderem die Voraussetzung für die Übertragung dreidimensionaler Bilder im Fernsehen. Erlaubt sind Top-and-Bottom oder Side-by-Side-Verfahren, also mit horizontal oder vertikal angeordneten Doppelbildern für das stereoskopische Sehen.

Bereits im Juli hatte das DVB-Konsortium festgezurrt, dass die bisherige HD-Infrastruktur der Netzbetreiber und Sender dafür ausreichen muss. Das beinhaltet auch digitale Settop-Boxen mit HDMI-1.4a-Ausgang bzw. Flachbildfernseher mit integrierten Tunern und 3D-Panels. Die Auflösungen reichen von 720p bis 1.080p.

Die DVB-3DTV-Spezifikationen gehen auch einher mit einem Standard für Untertitel und andere zweidimensionale Informationen auf dem Bildschirm. Diese müssen in einer speziellen Art und Weise dargestellt werden, um den räumlichen Eindruck nicht zu stören.

Im Digital Video Broadcasting Konsortium sind 250 Hersteller, Broadcaster, Netzanbieter, Software-Entwickler und Regulierungsbehörden zusammengeschlossen. Das 3D-Fernsehen hat sich noch nicht zu einem Knüller entwickelt. In Deutschland wurden im letzten Jahr nur etwa 170.000 taugliche Modelle verkauft.