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Thread: Hacker: Sony nimmt Playstation Network und Qriocity vom Netz

  1. #1
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    Hacker: Sony nimmt Playstation Network und Qriocity vom Netz

    Der Elektronikhersteller Sony verärgert auch weiter die Kundschaft seiner Spielekonsole Playstation3, weil das Online-Netzwerk "Playstation Network" mit dem Video-On-Demand-Dienst "Qriocity" seit zwei Tagen ausgefallen ist und die Informationen darüber nur tröpfchenweise publiziert werden.
    Am späten Freitagabend (Ortszeit) bestätigte Sprecher Patrick Seybold im US-Blog zumindest, dass es sich um einen Hacker-Angriff handelt und unklar sei, wann die Server wieder betriebsbereit sind. Wörtlich hieß es:
    An external intrusion on our system has affected our PlayStation Network and Qriocity services. In order to conduct a thorough investigation and to verify the smooth and secure operation of our network services going forward, we turned off PlayStation Network & Qriocity services on the evening of Wednesday, April 20th. Providing quality entertainment services to our customers and partners is our utmost priority. We are doing all we can to resolve this situation quickly, and we once again thank you for your patience. We will continue to update you promptly as we have additional information to share.
    Noch offen ist, wer das "Playstation Network" unter Feuer nimmt, die Hacker-Gruppe Anonymous distanzierte bereits von dem Vorgang. Spieler, die sich einloggen, erhalten lediglich den Fehlercode "80710A06" oder auch wahlweise "8002A203". Noch immer ist der Dienst nicht erreichbar (Stand: 09.46 Uhr, 23. April 2011).
    Sony hatte seine Spieler und Video-Kunden zuvor mit einer merkwürdigen Informationspolitik verärgert, die in Blog-Kommentaren harsch kritisiert wurde. Am Mittwochabend hieß es zunächst nur: "Einige Funktionen von PlayStation Network können zurzeit nicht verwendet werden. Wir melden uns so schnell wie möglich mit weiteren Informationen", am Donnerstag danach war an dieser Stelle zu lesen:
    "Während wir immer noch die Ursache des Netzwerk-Ausfalls ermitteln,
    müssen wir euch mitteilen, dass es einen oder zwei komplette Tage dauern
    kann bevor wir den Service wieder komplett herstellen können. Vielen
    Dank für eure Geduld."
    Über Facebook kam am Vorabend noch die nichts sagende Ansage: "Wie ihr bemerkt habt, setzt sich der unerwartete Ausfall des PSN weiterhin fort. Sämtliche Netzwerk-Angebote stehen im Moment nicht zur Verfügung. Unsere Support Teams untersuchen im Moment die Ursache und ziehen auch einen externen Angriff in Betracht. Sollten die Probleme tatsächlich durch so einen Akt ausgelöst worden sein, möchten wir uns einmal mehr bei euch bedanken, die ja Hauptleidtragenden des Angriffs sind."
    Ausgerechnet am langen Osterwochenende kämpft Sony mit technischen Unzulänglichkeiten: Über das "Playstation Network" bzw. "Qriocity" lassen sich nicht nur Games oder Spielfilm-Videos und Musik laden, sondern auch gemeinsam mit anderen PS3-Benutzern Multiplayer-Titel spielen. Zu allem Überfluss veröffentlichte Sony in der Zwischenzeit auch noch ungerührt Tipps, wie mit Hilfe des Online-Dienstes das lange Oster-Wochenende mehr Spaß macht. Angesichts des anhaltenden Ausfalls klang das in den Ohren der geplagten User wie ein schlechter Scherz.

    Ausfall zweites Problem innerhalb kurzer Zeit
    Für Sony ist der Ausfall das zweite größere Problem innerhalb weniger Wochen. Nach einem erfolgreichen Hackversuch der Playstation3 schwang der Konzern eine große juristische Keule, die neben der Klage gegen den Angreifer George Hotz auch in Hausdurchsuchungen und der Herausgabe von IP-Adressen bei Internet-Providern gipfelte. Sony zog sich damit den erheblichen Unmut von Entwicklern zu, eine Gruppe namens "Anonymous" drohte im Anschluss mit Hack-Angriffen auf den Konzern.
    Bei Sonys größtem Konkurrenten, dem US-Hersteller Microsoft mit seiner Spielekonsole XBox360, dürfte die "Playstation Network"-Panne für Heiterkeit sorgen. Mit "XBox Live" betreibt das Unternehmen einen ähnlichen Service, an eine derart lange Ausfallzeit allerdings hatten die Benutzer der XBox noch nicht zu knabbern. Außerdem bietet der Konzern just an diesem Wochenende einen kostenfreien und offenen zugang zu "XBox Live". Etliche PS3-Besitzer kommentierten bereits im Sony-Blog, man werde sich nun nach einer neuen Konsole umschauen, und der Microsoft-Hardware eine Chance geben.

  2. #2
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    Hacker: Sony nimmt Playstation Network und Qriocity vom Netz

    Daten-GAU bei Sony: Hacker haben Informationen von Millionen Nutzern der Online-Dienste des Konzerns erbeutet. Es geht um Adressen, Passwörter und möglicherweise auch Kreditkarten-Nummern, warnte Sony die mehr als 75 Millionen Nutzer des PlayStation Network und des Video- und Musikservices Qriocity. Es könnte einer der größten Datenklaus der Geschichte werden. Der japanische Elektronik-Riese hatte nach dem Hacker-Angriff vor einer Woche einfach den Stecker gezogen und die Dienste komplett abgeschaltet.

    Eine unbekannte Person habe sich Zugang zu persönlichen Daten wie Name, Adresse, E-Mail oder Geburtsdatum verschafft, schrieb Sony am späten Dienstag in Firmenblogs weltweit und informierte die Betroffenen. Auch Logins und Passwörter seien nach derzeitigem Kenntnisstand ausgespäht worden, möglicherweise auch die Liste der Käufe.

    "Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarten-Informationen widerrechtlich zugegriffen wurde, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen", warnte Sony. Die Kunden sollten nun besonders wachsam sein, um keinem Betrug aufzusitzen, und ihr Konto kontrollieren.

    Das PlayStation Network und der Qriocity-Service haben weltweit mehr als 75 Millionen Kunden, viele davon in Deutschland. Über das PlayStation-Netzwerk können Nutzer miteinander Spielen, Chatten und Filme ansehen. Immer mehr Spiele für die Konsole PlayStation 3 und auch die mobile PlayStation Portable haben inzwischen Online-Komponenten. Unter dem Namen Qriocity vertreibt der Konzern Musik und Videos.

    Die Hacker waren vom 17. bis zum 19. April in die Kundendatenbanken eingedrungen. Wann die Dienste wieder eingeschaltet werden könnten, ließ Sony offen. In US-Medien hieß es, bis dahin könnte noch eine Woche vergehen. Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage habe man am vergangenen Mittwoch beschlossen, die Netzwerke PSN und Qriocity zu schließen, ließ der Konzern verlauten. Man arbeite nun daran, die Netzwerke mit einem neuen, verbesserten Sicherheitssystem auszustatten.

    Das Unternehmen entschuldigte sich für die Probleme und bedankte sich gleichzeitig für die Geduld und das Verständnis der Nutzer. Man habe eine externe Sicherheitsfirma damit beauftragt, die Verantwortlichen ausfindig zu machen, hieß es weiter.

    Wer hinter der folgenschweren Attacke stand, blieb zunächst unklar. Eine Vermutung ist, dass der Angriff ein Racheakt aus der Szene gewesen sein könnte, nachdem Sony einen Playstation-Hacker verklagte. Der junge Mann, der schon Apples iPhone gehackt hatte, knackte den Schutzmechanismus der Konsole, so dass auf ihr kopierte und selbst gemachte Spiele laufen konnten. Die Anleitung dazu veröffentlichte er im Internet.

    Nach der Klage einigten sich der Konzern und der Hacker außergerichtlich. Er musste versprechen, die Knack-Software nicht mehr zu vertreiben und schrieb daraufhin in einem Blog, er schließe sich einem Boykott von Sony-Produkten an. Sonys High-Tech-Konsole galt als besonders gut geschützt.

  3. #3
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    Sony: Playstation Network soll in dieser Woche neu starten

    Nach dem Hack des Playstation Network und Qriocity will Sony im Verlauf dieser Woche seine Online-Services wieder neu starten. Nach und nach sollen Spiele-, Musik- und Video-Services in den einzelnen Regionen wieder anlaufen. Der Betrieb der Dienste wird in ein neues Rechenzentrum verlagert und als Sicherheitsmaßnahme werden PSN-Nutzer via Software-Update dazu aufgefordert, ihr Kennwort zu ändern. Als Sicherheitsmaßnahme soll eine Kennwort-Änderung nur auf der PS3-Konsole, über die der Account registriert wurde oder über eine E-Mail-Bestätigung möglich sein. Als Ausgleich für den Ausfall will Sony von Region zu Region unterschiedlich einige kostenlose Downloads und 30 Tage kostenlose Nutzung für Playstation Plus und Qriocity-Mitglieder anbieten. Nachdem Sony bereits darauf hingeweisen hatte, dass möglicherweise auch Kreditkarteninformationen in fremde Hände geraten sind, wurde jetzt noch einmal darauf hingewiesen, dass im Unterschied zu den Benutzerdaten die Kreditkarteninformationen auf den Sony-Servern verschlüsselt abgelegt waren und keine CVC-Sicherheitscodes enthielten. Inzwischen hat Sony auch damit begonnen, Playstation Network-Nutzer einzeln via E-Mail über die Maßnahmen zu informieren:

    Geschätzte PlayStation Network und Qriocity Kunden,

    wir mussten feststellen, dass in der Zeit vom 17. April bis zum 19. April 2011 bestimmte Services des PlayStation Network sowie Qriocity mittels illegalen und unberechtigten Eingreifens in das Netzwerk angegriffen wurden. Als Folge dieser Eingriffe haben wir:

    1. vorübergehend sämtliche PlayStation Network und Qriocity Services ausgeschaltet;

    2. eine außenstehende, anerkannte Sicherheitsfirma damit beauftragt, eine vollständige und lückenlose Untersuchung zu den Geschehnissen durchzuführen;

    3. zügig alle notwendigen Schritte unternommen, um die Sicherheit zu verbessern sowie um die Struktur des Netzwerkes zu stärken, indem das gesamte System umgebaut wurde, um eine optimale Sicherung Ihrer persönlichen Daten zu gewährleisten.

    Wir schätzen aufs Äußerste Ihre Geduld, Ihr Verständnis sowie Ihre Kulanz, während wir alles nur mögliche tun, um diese Angelegenheit schnellst- und bestmöglich aufzuklären und zu bearbeiten.

    Auch wenn wir derzeit noch bei der Untersuchung aller relevanten Details zu dem Vorfall sind, meinen wir, dass sich eine unbefugte Person Zugriff zu folgenden persönlichen Daten verschaffen konnte: Name, Adresse (Stadt, Bundesland, Postleitzahl), Land, E-Mail Adresse, Geburtsdatum, PlayStation Network/ Qriocity Passwort und Login sowie PSN Online ID. Es kann darüber hinaus möglich sein, dass auch Ihre Profilangaben widerrechtlich abgerufen wurden inklusive Ihrer Kaufhistorie und Ihrer Rechnungsanschrift (Stadt, Bundesland, Postleitzahl). Falls Sie einem zweiten Konto für einen Unterhaltsberechtigten zugestimmt haben, kann es sein, dass oben genannte Angaben Ihres Unterhaltsberechtigten ebenfalls angeeignet wurden. Obwohl es derzeit keine Anzeichen dafür gibt, dass auf Kreditkarteninformationen widerrechtlich zugegriffen wurden, können wir diese Möglichkeit nicht gänzlich außer Betracht lassen. Falls Sie Ihre Kreditkarteninformationen im PlayStation Network oder Qriocity angegeben haben, möchten wir Sie sicherheitshalber darüber benachrichtigen, dass auf Ihre Kreditkartennummer (exklusive Ihres Sicherheitscodes) sowie auf die Gültigkeitsdauer zugegriffen werden konnte.

    Für Ihre eigene Sicherheit möchten wir Sie inständig bitten, besonders wachsam vor potenziellen Gaunereien via E-Mail, Telefon und Post zu sein, in denen persönliche, private Informationen ausgehorcht werden. Sony wird Sie in keiner Form kontaktieren – auch nicht per E-Mail –, um Kreditkarten-, Sozialversicherungs-, Steueridentifikationsnummern oder andere Informationen zur Person zu erfragen. Sollten Sie danach gefragt werden, können Sie sich sicher sein, dass Sony nicht der Adressat der Anfrage ist. Sobald das PlayStation Network und alle Qriocity Services vollständig wieder hergestellt sind, empfehlen wir Ihnen eindringlich, nach dem Einloggen Ihr Passwort zu ändern. Sollten Sie darüber hinaus den Benutzernamen oder das Passwort, welchen/-s Sie im PlayStation Network oder Qriocity nutzen, auch für andere unabhängige Dienste oder Konten verwenden, empfehlen wir Ihnen eindringlich, auch diese zu ändern.

    Um sich vor möglichem Identitätsdiebstahl oder finanziellem Verlust zu wappnen, bestärken wir Sie, Ihre Kontoaktivitäten wachsam zu überprüfen und sämtliche Kontoauszüge zu überwachen.

    Wir bedanken uns für Ihre Geduld, während wir unsere Ermittlungen abschließen und bedauern die entstandenen Unannehmlichkeiten. Unsere Mitarbeiter arbeiten ununterbrochen daran, unsere Services schnellstmöglich wieder zu Verfügung zu stellen. Sony nimmt die Wahrung persönlicher Daten äußerst ernst und wird daher weiter unablässig daran arbeiten, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, damit die sensiblen persönlichen Daten gesichert sind. Unsere höchste Priorität ist, Ihnen als Kunden Qualität und sichere Unterhaltungsservices zu bieten. Kontaktieren Sie uns bitte unter de.playstation.com/psnoutage sollten Sie irgendwelche zusätzlichen Fragen haben.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Sony Network Entertainment und die Sony Computer Entertainment Teams

  4. #4
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    Sony entschädigt Kunden nach Hack-Angriff und Daten-Debakel

    Nach dem Datenklau im Zusammenhang mit einem Hack des "Playstation Network" und des Video-on-Demand-Dienstes "Qriocity", plant Sony eine Entschädigung der Kunden.
    Auf einer am Sonntag anberaumten Pressekonferenz in der Konzernzentrale in Tokio kündigten Vertreter des der japanischen Unterhaltungselektronikriesen gleich mehrere Wiedergutmachungskaktionen an - die Millionen in die falschen Hände geratenen Datensätze bringt dies gleichwohl nicht zurück.

    "Wir haben in den letzten Wochen einiges über den Wert der Beziehung zu unseren Kunden gelernt. Als Reaktion darauf werden wir für unsere registrierte Kundschaft ein "Wertschätzungsprogramm" ins Leben rufen, mit dem wir unsere Dankbarkeit für ihre Loyalität während des Netzwerks-Ausfalls ausdrücken wollen", sagte ein Sprecher. Der für Videospiele zuständige Sony-Vertreter Kazuo Hirai entschuldigte sich bei den Kunden.

    Verschiedene Inhalte wie Musik, Filme oder Spiele sollen zum kostenlosen Download bereit gestellt werden. Details liegen noch nicht vor. Alle "Playstation Network"-Kunden erhalten zudem eine 30-tägige kostenlose Mitgliedschaft beim "Playstation Plus Premium Service". Wer dort schon Mitglied ist, erhälteine Gutschrift für einen Monat. Abonnenten von "Music Unlimited" sollen ebenfalls eine 30-tägige kostenlose Mitgliedschaft erhalten, geht aus einer Ankündigung von Sony hervor.

    Sony will in der kommenden Woche ein Firmware-Update bereitstellen, das eine zwingende Änderung des PSN/Qriocity-Passwortes beinhaltet. Die Passwortänderung ist nur auf dem PS3-System möglich, auf dem der Account aktiviert wurde bzw. durch eine weitere eMail Bestätigung. Außerdem sollen die Entwickler-Kits ausgetauscht werden. Die gesamte Infrastruktur der Plattform zieht in diesen Tagen um, eigentlich war das erst in den kommenden Monaten geplant. Künftig gehören zudem automatisiertes Software-Monitoring und Konfigurationsmanagement zum Repertoire, um gegen Angriffe gewappnet zu sein. Die Verschlüsselung der Daten soll verbessert werden, unautorisierte Zugriffe und ungewöhnliche Aktivitäten sollen früher entdeckt, weitere Firewalls eingerichtet werden.

    Wiederhergestellt werden soll die Plattform in verschiedenen Phasen: Zunächst ist das Online-Spielen für PS3 und PSP an der Reihe, danach kommen "Music Unlimited", der Zugriff auf die Profilverwaltung und die Passwort-Rücksetzungs-Funktion, der Zugriff auf nicht abgelaufene Leih-Filme, "Playstation Home", Freundes-Liste und Chat Funktionen dran.

    Am Dienstag war bekannt geworden, dass in Kalifornien eine erste Sammelklage wegen der Datenschlamperei von Sony eingereicht wurde. Auch in Deutschland wächst der Druck, das Bundesjustizministerium hält es für bedenklich, dass das Unternehmen erst nach einigen Tagen die massive Panne eingeräumt hatte, Hacker hatten Daten von rund 77 Millionen Nutzern des "PlayStation Networks" und des Video- und Musikservices "Qriocity" gestohlen. Im Anschluss hatte Sony die Kunden mit einer Salamitaktik bei der Veröffentlichung von Informationen tagelang hingehalten. Seit elf Tagen ist der Online-Dienst nun abgeschaltet - ein beispielloser Vorgang. Die millionenschwere Panne hat einen gewaltigen Image-Schaden von Sony nach sich gezogen.

  5. #5
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    Sony: Wieder Millionen Daten gestohlen

    Weiterer Fall von Datenklau: Hacker sind nach Angaben des japanischen Elektronikkonzerns Sony beim Spielenetzwerk Sony Online Entertainment eingedrungen und sollen dabei auch Kreditkarteninformationen entwendet haben.

    Wie Sony am Dienstag in Tokio mitteilte, wurden dabei möglicherweise persönliche Informationen von etwa 24,6 Millionen Nutzerkonten gestohlen. Dies sei bei einer Überprüfung am Montag (Ortszeit Tokio) festgestellt worden. Nach einem Hackerangriff vom 17. bis 19. April seien diesmal Internet-Piraten am 16. und 17. April bei Sony Online Entertainment (SOE) eingedrungen.

    Von einem Einbruch in eine veraltete Datenbank aus dem Jahr 2007 könnten möglicherweise auch mehr als 10 000 Kunden in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Spanien betroffen sein, schrieb Sony in der Mitteilung.

    Die im kalifornischen San Diego ansässige Sony Tochter Sony Online Entertainment hat nach Angaben des "Wall Street Journal" seine Dienstleistungen am Montag vorsorglich vom Netz genommen. Es gebe Anlass zur Besorgnis, dass sich ein Hacker Zugang unter anderem zu Namen, Geburtsdaten und Adressen von Nutzern verschafft haben könnte. Das "Wall Street Journal" zitierte Sprecherin Michele Sturdivant mit den Worten: "Das ist kein zweiter Angriff".

    Erst Ende April waren dem Playstation-Hersteller Sony Millionen von Nutzerdaten gestohlen worden. Als Reaktion darauf hatte das Unternehmen das PlayStation Network für Konsolenspieler sowie den Musik- und Videoservice Qriocity komplett abgeschaltet.

    Bei PlayStation Network und Qriocity sind weltweit 77 Millionen Nutzerkonten registriert, davon 32 Millionen in Europa. Über das PlayStation-Netzwerk können Nutzer miteinander spielen, chatten und Filme ansehen. Unter dem Namen Qriocity vertreibt der Konzern Musik und Videos.

  6. #6
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    Sony-Chef Stringer entschuldigt sich für Hack

    Knapp drei Wochen nach dem spektakulären Datenklau bei Sony hat sich Konzernchef Howard Stringer in einem Blogbeitrag persönlich bei den betroffenen Kunden entschuldigt.
    "Wir als Unternehmen - und ich persönlich - entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und Sorgen, die aus dieser Attacke entstanden sind", schreibt Stringer. Nutzern des drei betroffenen Dienste Playstation Network, Qriocity und Sony Online Entertainment bietet Sony eine kostenlose Versicherung an, die Schäden in Höhe von einer Million US-Dollar pro Person abdecken soll. Dies gilt allerdings vorerst nur für Kunden in den USA. Ähnliche Programme sollen in weiteren Ländern folgen.

    Sony hat dafür nach Angaben von Sony-Manager Patrick Seybold einen Vertrag mit der US-Sicherheitsfirma Debix abgeschlossen, der auch einen umfangreichen Internet-Sicherheitsschutz umfasst. Nach Registrierung sollen Nutzern im Falle eines Identitätsdiebstahls Versicherungsschutz für ein Jahr erhalten, der unter anderem mögliche Gerichtskosten, Schadensbehebung oder Gehaltsausfälle abdecken soll.

    Sony unternehme derzeit alles, um die Details der Cyber-Attacke aufzuklären und die Schäden zu beheben, schreibt Stringer. Bis heute gebe es aber keine Anhaltspunkte dafür, dass irgendwelche persönlichen Informationen oder Kreditkarten-Daten missbraucht worden seien. Sony-Mitarbeiter weltweit arbeiteten rund um die Uhr daran, die Dienste wieder online zu schalten.

    Stringer verteidigte das Unternehmen gegen Kritik, dass Sony nach der Attacke erst sehr spät an die Öffentlichkeit getreten sei. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Attacke habe Sony die Dienste vom Netz genommen. Er selbst hätte sich gewünscht, viel früher eine Antwort darauf zu haben, was passiert sei. "Aber forensische Analysen sind ein komplexer und zeitaufwendiger Prozess." Die Hacker hätten alles darangesetzt, ihre Spuren zu verwischen.

  7. #7
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    Sony-Desaster reloaded: "Qriocity" und "Playstation Network" bleiben offline

    Das Debakel bei Sony geht weiter: Nach dem spektakulären Datenklau mit 100 Millionen betroffenen Kunden und einer Entschuldigung des Konzernchefs Howard Stringer am Freitag werden der Video-on-Demand-Dienst "Qriocity" und auch das "Playstation Network" kurzfristig nicht an den Start gehen.

    Am Samstag wurden mehrere Tausend Kundendaten aus einem Gewinnspiel im Internet veröffentlicht - und zwar nicht irgendwo, sondern auf Sony-eigenen Web-Servern. Kreditkartenangaben waren wohl nicht dabei. Die Hacker haben nach Angaben des IT-Branchendienstes "Cnet" noch immer Zugriff auf Systeme des japanischen Konzerns.

    Die Daten wurden inzwischen zwar wieder entfernt, gleichwohl bedeutet der dritte Angriff innerhalb weniger Tage einen weiteren Rückschlag in den Bemühungen, das "Playstation Network" und "Qriocity" für die Kundschaft wieder bereitzustellen. Die Arbeiten zum Abdichten der IT-Systeme beginnen nun von vorne und dürften noch einige Zeit verschlingen. Es würden "weitere Sicherheitstests" durchgeführt, hieß es in einem Blog.
    Für Sony wächst sich die elektronische Katastrophe inzwischen zu einem kaum mehr beherrschbaren Flächenbrand aus. Wie hoch der Schaden ausfällt, lässt sich kaum beziffern. Experten gehen davon aus, dass die Bilanz am Ende mit mehr als zwei Milliarden US-Dollar belastet werden könnte.

    "Wir als Unternehmen - und ich persönlich - entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und Sorgen, die aus dieser Attacke entstanden sind", hatte Stringer am Freitag in einem Blog-Eintrag noch getextet. Vergeblich.

    Die Hacker richteten sich mit der neuerlichen Attacke offenbar gegen die in der Tat sehr fragwürdige Informationspolitik von Sony. Das Unternehmen hatte seine Nutzer nach dem Ausfall vor zweieinhalb Wochen tagelang im Dunkeln sitzen lassen, ging nur mit äußerst spärlichen und nichtssagenden Informationen an die Öffentlichkeit. Erst eine Woche nach der Attacke räumte die Gesellschaft vollumfänglich ein, dass persönliche Daten abgegriffen wurden. Viel zu spät, Datenschützer und Politik kritisierten das Vorgehen scharf.

    Den Nutzern bot Sony zwar inzwischen eine kostenlose Versicherung an, die Schäden in Höhe von einer Million US-Dollar pro Person abdecken soll. Dies gilt allerdings vorerst nur für Kunden in den USA. Ähnliche Programme sollen in weiteren Ländern aber folgen. Nach Registrierung sollen Nutzern im Falle eines Identitätsdiebstahls Versicherungsschutz für ein Jahr erhalten, der unter anderem mögliche Gerichtskosten, Schadensbehebung oder Gehaltsausfälle abdecken soll.

    Weiterhin unbekannte Hacker hatten bei Sony Daten von mehr als 100 Millionen Nutzern gestohlen. "Qriocity" und das "Playstation Network" werden wohl noch einige Tage oder Wochen nicht erreichbar sein. Genaue Angaben dazu gibt es nicht. Den Hacker-Krieg hatte Sony indirekt selbst ausgelöst: Der Konzern knipste vor längerer Zeit per Firmware-Update die Option "Install Other OS" aus, mit der sich das Linux-Betriebssystem auf der Playstation3-Spielekonsole installieren ließ. Das Feature war in der Werbung heftig beworben worden und hatte Tausende Entwickler angelockt, die vergeblich gegen das Aus protestierten.

    Dem Hacker George Hotz ("Geohot") gelang es im Anschluss, die Sicherheitsbarrieren der PS3 zu überwinden, damit war die ursprüngliche Funktionalität wieder hergestellt, sogennante Homebrew-Software wieder einsetzbar. Als Kollateralschaden war es danach aber auch möglich, raubkopierte Spiele zu installieren. Sony ging dagegen mit einer massiven juristischen Keule vor, verklagte und einigte sich später mit Hotz, ließ außerdem in Deutschland eine Hausdurchsuchung bei einer Szenegröße durchführen. Eine Gruppe namens "Anonymous" drohte im Anschluss mit Hack-Angriffen auf den Konzern. Hotz rief dazu auf, Produkte des japanischen Elektronikherstellers und Medienriesen zu boykottieren.

    Sonys Konkurrenten im Spielekonsolenbereich dürfte das Debakel in die Hände spielen. Microsoft betreibt mit "XBox Live" einen ähnlichen Service, an eine derart lange Ausfallzeit allerdings hatten die Benutzer der XBox noch nicht zu knabbern. Etliche PS3-Besitzer kommentierten bereits im Sony-Blog, man werde sich nun nach einer neuen Konsole umschauen, und der Microsoft-Hardware eine Chance geben. Im Online-Forum des Magazins "Der Spiegel" postete ein Nutzer am Samstagmorgen: "...hat sony eigentlich die krisenmanager von tepco angeheuert?". Tepco ist als Betreibergesellschaft für das aus der Kontrolle geratene Atomkraftwerk im japanischen Fukushima verantwortlich.

  8. #8
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    Sony: Nach Datenklau kommt Datenstau

    Sony hat am Sonntag begonnen seine Onlinedienste schrittweise wieder freizuschalten. Nun ächzen die Server unter den vielen Anfragen zur Passwortänderungen. Asien muss weiter auf die Freischaltung warten.

    Wie Sony am Montag mitteilte, spricht der Konzern vor allem in Japan noch mit örtlichen Behörden über verbesserte Sicherheitsmaßnahmen. Das Unternehmen führe diese Unterredungen freiwillig, erklärte Satoshi Fukuoka, ein Sprecher von Sony Computer Entertainment. Er nannte keinen Termin, wann die Onlinedienste in Asien wieder ans Netz gehen.

    Nach der schrittweisen Freischaltung zog Sony insgesamt aber ein erfreuliches Zwischenfazit. "Die erste Phase in den USA und Europa lief gut", sagte Fukuoka dem Magazin "PC World" am Montag. "Die Nutzer können auf die Dienste zurückgreifen. Es gab keine schwerwiegenden Probleme".

    Um im Playstation Network online gegeneinander antreten zu können, müssen Besitzer der Playstation 3 die Software ihrer Spielkonsole aktualisieren. Außerdem muss das Passwort geändert werden. Dies gilt auch für den Musik- und Filmdienst Qriocity, der ebenfalls wieder anlaufen sollte. In den meisten Gegenden der Welt habe der Prozess bereits begonnen, teilte der für den Bereich Videospiele zuständige Sony-Vertreter Kazuo Hirai am Sonntag per Video im Playstation-Blog mit.

    Sony hatte das Netzwerk für seine Spielekonsole Playstation und den Filmdienst Qriocity sowie die Plattform Sony Online Entertainment nach dem Einbruch von Mitte April abgeschaltet. Dabei waren Daten von möglicherweise mehr als 100 Millionen Nutzern gestohlen worden. Bei Playstation Network und Qriocity sind weltweit 77 Millionen Nutzerkonten registriert, davon 32 Millionen in Europa.

  9. #9
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    Sony nervt Nutzer mit "außerplanmäßiger Wartung" - neue Sicherheitslücke

    Der japanische Unterhaltungselektronikhersteller Sony nervt seine Millionen Online-Kunden weiter mit einem stundenlangen Ausfall von Web-Servern - offenbar wegen einer neuen, üblen Sicherheitslücke.

    "Hallo Community, es finden momentan dringende außerplanmäßige Wartungsarbeiten statt und die Anmeldung auf einigen mit dem PSN verbundenen Webseiten ist nicht erreichbar. Zu diesen Webseiten gehören, Playstation.com, Playstation Forum, Playstation Blog, PC CAM, Qriocity.com, Music Unlimited über den Web Client, alle PlayStation Spieletitel-Webseiten", teilte der Konzern ohne Angaben von Gründen am Mittwochnachmittag mit.

    Das nach dem Hack, bei dem Millionen Kundendaten und Kreditkartennummern entwendet wurden, notwendig gewordene Zurücksetzen der Passwörter für Kunden ist aktuell nicht mehr möglich, eine Anmeldung im "Playstation Network", das gemeinsame Online-Spielen und Abrufe beim Video-on-Demand-Dienst "Qriocity" für registrierte User dagegen schon.

    Grund für die "Wartungsarbeiten" ist nach Angaben einschlägiger Webzines offenbar eine grobe Lücke bei der Passwort-Rücksetzung: Potentielle Angreifer benötigen demnach nur eMail-Adresse und Geburtsdatum eines Nutzers, um selbst die Zugangsdaten wieder zu ändern. Diese beiden Information waren bei dem Hackangriff vor ein paar Wochen in die Hände der Hacker gefallen.

    Für Sony-"PSN"- oder -"Qriocity"-Nutzer bedeutet dies, die gesamte Prozedur noch einmal zu durchlaufen, sobald die Server wieder online sind - idealerweise mit einer neuen, noch nicht genutzten Mail-Adresse. Dass Sony den Grund für die Abschaltung der Server noch nicht benannt hat, wirft erneut ein schlechtes Licht auf das mangelhafte Kommunikationsverhalten gegenüber der arg strapazierten Kundschaft.

  10. #10
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    Nächste Sony-Panne: Phishing-Seite auf Server in Thailand

    Sonys Probleme mit der Internet-Sicherheit finden einfach kein Ende. Jetzt berichtete eine IT-Sicherheitsfirma, sie habe auf dem Sony-Server hdworld.sony.co.th in Thailand eine Phishing-Site entdeckt, die italienische Kreditkarten-Kunden ins Visier nimmt.

    Sony sei informiert worden, schrieb der Experte Mikko Hypponen von der Antiviren-Firma F-Secure am Freitag in einem Blogeintrag. "Im Kern heißt es, dass Sony erneut gehackt wurde, auch wenn in diesem Fall der Server vermutlich nicht sehr bedeutend ist." Die neuen Probleme sind gleichwohl unangenehm für Sony, denn der Konzern hatte stets betont, dass die Sicherheitssysteme zum Neustart drastisch verbessert worden seien.

    Das "Playstation Network" und den Video-on-Demand-Dienst "Qriocity" bringt Sony seit dem Wochenende mit Hindernissen wieder online, inzwischen laufen auch die Server für die obligatorischen Passwort-Änderungen wieder. Das Spiele-Netz von Sony Online Entertainment soll laut Medienberichten kommenden Dienstag folgen.

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