Pro Sieben Sat 1 Digital startet pünktlich zur IFA am 1. September 2011 ein HbbTV-Angebot bei Kabel Eins. Genau vor einem Jahr ging der Medienkonzern mit dem Dienst auf Pro Sieben und Sat 1 on air und zeigte damit als erste private Sendergruppe in Deutschland, wie die Vernetzung zwischen TV und Internet künftig aussehen wird. Seither ist das Angebot kontinuierlich gewachsen, teilte die Sendergruppe am 29. August mit.

Das HbbTV-Angebot von Kabel Eins besteht aus den gleichen Bausteinen wie bei Sat 1 und Pro Sieben: Neben der Darstellung eines HD-Textes sind Bestandteile der Startleiste unter anderem ein elektronischer Programmführer (EPG) mit Vorschau-Trailern auf die Primetime-Highlights, eine Voting-Applikation sowie ein Videocenter, in dem Videoclips zu Kabel Eins-Formaten abrufbar sind. Darüber hinaus gibt es eine Wetter-Applikation und eine Verlinkung zu Deutschlands größtem Video-on-Demand-Angebot Maxdome.

Zum Start am 1. September ist die Gestaltung des HD-Textes komplett überarbeitet worden. In Kürze folgt nach demselben Schema ein Update für den Pro Sieben- und den Sat 1-HD-Text. Auch eine senderspezielle Applikation für Kabel Eins ist in Vorbereitung: Unter dem Namen „Kabel Eins kitchen" werden Inhalte zu finden sein, die aus dem Programmangebot verlängert werden. Also beispielsweise Videoclips und Kochrezepte. Die Applikation wird noch in 2011 starten.

Lars Friedrichs, Leiter Hybrid-TV und Teletext bei Pro Sieben Sat 1 Digital: „Unser Learning aus einem Jahr ist, dass vor allem die Bewegtbild-Inhalte unserer HbbTV-Angebote gut angenommen werden. Wir starten deshalb unser Kabel Eins-Videocenter mit über 1.200 formatbezogenen Clips und werden es kontinuierlich erweitern.“

HbbTV baut auf bereits existierenden Rundfunkstandards und Internet-Technologien auf. Durch einen so genannten „Red Button“ auf der Fernbedienung lassen sich HTML-Seiten direkt auf dem Fernsehbildschirm öffnen. Die Navigation erfolgt einfach über die bestehende Fernbedienung des Displays oder der Set-Top-Box. Neben dem normalen Empfang von Fernsehprogrammen können so zahlreiche neue Dienste wie Spiele, Social Network-Integrationen, Online-Abstimmungen oder Video-on-Demand – ebenso wie programm- beziehungsweise formatbezogene Anwendungen wie HD-Text oder EPGs genutzt werden.