Der luxemburgische Fernsehkonzern RTL-Group hat im abgelaufenen Quartal sowohl beim Umsatz als auch beim Vorsteuergewinn wegen kräftig sprudelnder Werbeeinnahmen in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden zugelegt.

Die Erlöse kletterten zwischen Juni und Ende September um 6,6 Prozent auf 1,237 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zinsen (EBITA) stieg um 3,6 Prozent auf 144 Millionen Euro, teilte die Tochter des Medienriesen Bertelsmann am Mittwoch mit.

In den ersten drei Geschäftsquartalen kamen 3,98 Milliarden Euro Umsatz zusammen bzw. 701 Millionen Euro EBITA-Gewinn. Auch hier konnte sich die RTLGroup im Vergleich zum letzten Jahr steigern. Ende September war die Kriegskasse auf 970 Millionen Euro Barreserven angeschwollen.

Zu den Zugpferden gehörten vor allem die TV-Sender RTL, M6 in Frankreich und die Programme von RTL Nederland, die ihre Position bei den jüngeren Zuschauern zuletzt auf einen Marktanteil von 37,5 Prozent ausbauen konnten.

Die hauseigene Produktionstochter FremantleMedia produzierte weiter Fernsehhits wie "X Factor", "Got Talent" und "The Farmer Wants A Wife" ("Bauer sucht Frau"), die in den USA, Australien, Deutschland, Frankreich und Großbritanien beim Publikum gut ankamen.