In der Schweiz streiten sich derzeit die Verlegerverbände mit der Radio- und Fernsehgesellschaft SRG SSR darüber, ob die SRG künftig Werbung im Internet veröffentlichen darf. Ein gemeinsames Treffen sollte am Mittwoch eine Lösung herbeiführen - ohne Ergebnis.

Während die SRG das Gespräch als "konstruktiv" angesehen habe und es in einigen Streitpunkten zu einer Annäherung gekommen sein soll, betonte Daniel Hammer, Generalsekretär des Westschweizer Verlegerverbands Médias Suisses, gegenüber der "Südostschweiz" (Mittwoch), das es weiterhin Differenzen gebe. Der Bundesrat pocht darauf, dass die Parteien ihren Konflikt selbstständig lösen.

Als Ergebnis der Sitzung vom Mittwoch haben sich die Unternehmen auf die Gründung von drei Arbeitsgruppen geeinigt, die sich neben Fragen zur Onlinewerbung und zu Onlineangeboten auch mit einer möglichen Zusammenarbeit der SRG mit den Verlegern befassen sollen. Die Ergebnisse sollen dann zum nächsten Treffen im Januar vorgestellt werden.

Die Verlegerverbände Schweizer Medien und Médias Suisses werfen der SRG vor, mit ihrem Online-Angebot den privaten Anbietern Konkurrenz zu machen und dabei die Gesetze zu überschreiten. Um ihr Anliegen zu bekräftigen. hatten die Verbände diesbezüglich im März ein Rechtsgutachten vorgelegt. Darin betonen die Verbände, dass die Online-Angebote der SRG SSR nicht zum Public Service gehören.