Die Entscheidung über den künftigen ORF-Standort rückt näher. Am Montag hat die vom Stiftungsrat eingesetzte Arbeitsgruppe zur Immobilienfrage dem Finanzausschuss des Stiftungsrates Pläne über einen Etappenplan hin zur endgültigen Entscheidung präsentiert. Zunächst soll die ORF-Geschäftsführung einen Vorschlag zur Entscheidung inklusive aller Unterlagen zur Begründung bis 29. März an die Arbeitsgruppe liefern. Ein entsprechender Auftrag des obersten ORF-Gremiums an ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz soll am Donnerstag ergehen, bestätigte der Grüne Stiftungsrat Wilfried Embacher, der die Arbeitsgruppe leitet.

An diesem Stichtag sollen auch Technikkonzept, Raum- und Funktionsplan für den künftigen ORF sowie die begleitenden Unterlagen des Beratungsunternehmens Accenture vorgelegt werden. Die Arbeitsgruppe Standort wird dann am 10. April darüber beraten. Die nächste Sitzung des Stiftungsrates findet am 10. Mai statt, allerdings sei dort noch mit keiner endgültigen Entscheidung zu rechnen, so Embacher. Diese sei bis Ende Juni angepeilt.

Der Vorschlag für diese Vorgehensweise sei von der Arbeitsgruppe getroffen worden, sagte Embacher. Am Donnerstag, den 1. März, wird darüber noch im Stiftungsrat abgestimmt.

Verzögerungen zur Klärung der Standortfrage haben laut dem Grünen Stiftungsrat die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten im ORF-Zentrum mit sich gebracht. Embacher sieht durch diese Maßnahmen keine Entscheidung gegen eine Absiedelung vom Küniglberg gegeben, wie er sagte. „Die Sanierung muss in jedem Fall stattfinden. Das ist kein Präjudiz in die eine oder andere Richtung.“

Im Finanzausschuss wurde am Montag außerdem die vorläufige Bilanz 2011 vorgelegt. ORF-Mutter und Konzern seien im Plus und über Plan, sagte der Vorsitzende des Ausschusses, Franz Medwenitsch auf Anfrage. „Der Spardruck bleibt, Zielvorgabe ist ausgeglichenes EGT auch in den nächsten Jahren.“