Nach langwierigen Verhandlungen haben sich in Gland die Société Electrique Intercommunale de la Côte SA (SEIC) und Swisscom auf einen gemeinsamen Ausbau des Glasfasernetzes bis in die Wohnungen und Geschäfte der Kunden geeinigt. In einer Absichtserklärung haben die beiden Partner beschlossen, die Stadt Gland in den nächsten Jahren an das neue Netz anzuschliessen. Zudem einigte man sich im Grundsatz, wie das gemeinsame Glasfasernetz gebaut werden soll und wer welche Kosten trägt. Die Société Electrique Intercommunale de la Côte SA (SEIC) und Swisscom wollen in den kommenden 3 bis 4 Jahren die rund 5'500 Wohnungen und Geschäfte in der Stadt Gland ans schnelle Glasfasernetz anschliessen. Swisscom wird dabei den nördlichen Teil von Gland und SEIC den südlichen Teil erschliessen. Die Grenze zwischen beiden Gebieten wird von der Eisenbahnstrecke gebildet.

Mit dem gemeinsamen Ausbau können zusätzliche Kosten und grössere Beeinträchtigungen für die Bevölkerung vermieden werden. Swisscom übernimmt 50%, SEIC die andere Hälfte der Kosten. Die in Gland bereits ans Glasfasernetz angeschlossenen Wohnungen und Geschäfte sind Bestandteil dieser Kooperation. In späteren Gesprächsrunden zwischen der SEIC und Swisscom soll zudem festgelegt werden, wie die von der SEIC heute bedienten Gemeinden an das künftige Netz angeschlossen werden.

Swisscom und SEIC werden in den kommenden Wochen die Liegenschaftsbesitzer in Gland über die Kooperation und das weitere Vorgehen informieren. Diejenigen Liegenschaftsbesitzer, die bereits von Swisscom oder SEIC kontaktiert wurden, werden persönlich und mit höchster Priorität informiert.

Vier Glasfasern pro Anschluss ermöglichen den Wettbewerb
Beide Partner werden pro Wohnung und Geschäft mindestens vier Glasfasern verlegen. Das entspricht den Empfehlungen der ComCom. Mit dem Glasfasernetz haben die Kunden die Wahl zwischen Diensten von Swisscom, SEIC oder anderen Telekommunikationsanbietern, die dank der vier Glasfasern Zugang zum neuen Netz erhalten. Somit kann der Kunden von attraktiven Angeboten unterschiedlicher Diensteanbieter profitieren.

In der Schweiz wird rund alle 2 Minuten eine Wohnung oder ein Geschäft ans Glasfasernetz angeschlossen. Bis Ende 2011 hat Swisscom zusammen mit den Kooperationspartnern rund 364'000 Wohnungen und Geschäfte mit Glasfaser bis in den Keller erschlossen. Bis Ende 2015 sollen es rund eine Million sein - was einem Drittel der Haushalte entspricht. Bis heute sind rund 10% der Schweizer Wohnungen erschlossen.