Da die neue Generation von Hybrid-Geräten sowohl Fernsehprogramme als auch Internet empfangen können, erschliessen sich dem Publikum und den Programmanbietern neue Möglichkeiten (siehe Kasten). Für die SRG stehen zwei Nutzungsformen im Vordergrund: «Hybrid broadcast broadband television» (HbbTV) und «second screen». HbbTV reichert traditionelles Fernsehen inhaltlich mit Internetangeboten an. «Second screen» erweitert das Fernseherlebnis auf einen zweiten Bildschirm (Handy, Tablet oder Laptop). Parallel zum TV-Programm sind so ergänzende Informationen abrufbar oder interaktive Beteiligung an einer Sendung möglich.

Derzeit sammelt die SRG mit internen HbbTV-Versuchen Erfahrungen. Bereits wird auch ein Pilotangebot für Radio Télévision Suisse (RTS) aufgebaut. Die Zuschauerinnen und Zuschauer von RTS sollen noch vor Ende 2012 in den Genuss von ersten Zusatzdiensten kommen. Dazu gehören der Nachfolgedienst des heutigen Teletextes mit aktuellen News- und Sportinformationen, ein Video-on-Demand-Angebot von eigenen Sendungen sowie Leistungen für Sinnesbehinderte. Wer ein HbbTV-taugliches Gerät besitzt, kann das Angebot nutzen. Er muss zudem über Satellitenempfang verfügen oder einem Netzbetreiber angeschlossen sein, der das Zusatzsignal liefert. Die SRG will mit diesem RTS-Projekt Erfahrungen sammeln, die Bedürfnisse des Publikums analysieren und diesen in einem späteren Angebot Rechnung tragen. Auch erste Second-screen-Applikationen sind bei RTS und SRF in Entstehung.

In weiteren Schritten werden erste HbbTV-Angebote für Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und Radiotelevisione svizzera (RSI) aufgebaut. In der deutsch- und italienischsprachigen Schweiz ist mit einer Einführung im Verlaufe des Jahres 2013 zu rechnen.