Eine wegweisende Entscheidung für das 3D-Fernsehen ist gefallen. Die mehr als 230 im weltweiten DVB-Konsortium zusammengefassten Fernsehstationen, Gerätehersteller, Softwareentwickler und Behörden haben sich darauf geeinigt, wie in Zukunft 3D-Fernsehsendungen ausgestrahlt werden sollen. Während heute für 3D-Programme ein eigener Kanal eingerichtet werden muss, wird das neue System "Service-Compatible" sein. Hier wird das Programm im Sender so kodiert, dass es mit einem 3D-tauglichen Empfänger in 3D empfangen werden kann, gleichzeitig aber mit einem konventionellen 2D-Gerät auch in herkömmlichem 2D. Es darf erwartet werden, dass mit der Einführung dieses Verfahrens die Zahl der empfangbaren 3D-Programme sprunghaft ansteigen wird, weil das kostspielige Anmieten eines eigenen Transponderkanals entfällt. Wann die ersten Fernsehstationen "Service-Compatible" senden werden, ist allerdings noch ungewiss. Die "Phase 2a der DVB-3DTV Spezifikation" muss zunächst noch vom "European Telecommunications Standards Institute" (ETSI) akzeptiert und formell als verbindlicher Standard anerkannt werden.