Der ORF hat laut §§ 277 und 280 Unternehmensgesetzbuch seinen Jahres- und Konzernabschluss 2011 im Amtsblatt der "Wiener Zeitung" veröffentlicht. Zum zweiten Mal in Folge bilanzieren sowohl der Konzern als auch die ORF-Konzernmutter positiv.

"Trotz der schwierigen Gesamtsituation wieder mit schwarzen Zahlen abzuschließen ist ein Erfolg, der nur durch das konsequente Spar- und Restrukturierungsprogramm möglich war", sagt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Die Werbeerlöse konnten stabilisiert werden, die Zahl der Gebührenzahlerinnen und -zahler ist gestiegen. Geschäftsführung und Belegschaft gemeinsam ist es gelungen, das Unternehmen wirtschaftlich, programmlich und technologisch auf eine gute Basis für die Herausforderungen der Zukunft zu stellen."

"Auch in einem konjunkturell schwierigen Jahr ist es uns - zum zweiten Mal in Folge - gelungen, den ORF in den schwarzen Zahlen zu halten. Die besondere Anerkennung dafür gebührt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die trotz des notwendigen Personalabbaus das Leistungsspektrum des ORF aufrechterhalten und sogar ausgebaut haben", so der Kaufmännische Direktor des ORF, Mag. Richard Grasl.

Positives EGT in Konzern und Mutter

Sowohl der ORF-Konzern wie auch die ORF-Mutter schließen das Geschäftsjahr 2011 mit positiven EGTs ab. Das Konzern-EGT liegt bei 9,1 Mio. Euro, das ORF-EGT bei 3,8 Mio. Euro. Stabil ist auch der Konzernumsatz mit rund 952,0 Mio. Euro 2011 (2010: 955,1 Mio. Euro).

Die Erlöse aus Programmentgelten betragen 2011 (inklusive zeitlich befristeter Refundierungen gem. § 31 ORF-G von 50 Mio. EUR in 2011 sowie 2010) 584,2 Mio. Euro (2010: 580,2 Mio. Euro). Auch die Werbeerlöse konnten trotz Finanz- und Wirtschaftskrise mit 216,7 Mio. Euro 2011 stabilisiert werden (2010: 216,2 Mio. Euro).

Sparkurs konsequent fortgesetzt

Die konsequente Reduktion des Personalstands war ein wesentlicher Faktor, der die strukturellen Kostensteigerungen gedämpft hat. Mit 3.161 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) im Jahresdurchschnitt 2011 konnte der ORF seinen Personalstand beim ständigen Personal gegenüber 2010 um 68 VZÄ senken. Gegenüber dem Stand von 2007 hat sich der Personalstand der ständigen Mitarbeiter im ORF um durchschnittlich 551 VZÄ reduziert. Der Personalaufwand konnte seit 2009 um 37,9 Mio. Euro gesenkt werden.