​Die SRG hat ihre Unternehmensstrategie überarbeitet. Rasch ändern sich die Technologie und das Verhalten der Mediennutzer; die Medienwelt wandelt sich tiefgreifend. Darum wird es noch wichtiger, einer klaren Strategie zu folgen. Neben betriebswirtschaftlichen Zielen hält die SRG erstmals auch Stossrichtungen für die weitere Entwicklung des SRG-Angebots am Radio, im Fernsehen und im Internet fest. Im Sinne der Transparenz veröffentlicht das Service-public-Unternehmen seine Strategie vollumfänglich im Internet.

​Die überarbeitete Unternehmensstrategie der SRG
  • bringt Werte des Service public auf den Punkt;
  • betont, dass das audiovisuelle Angebot Kernkompetenz und Unternehmenszweck der SRG bleibt;
  • setzt die strategischen Ziele der SRG;
  • definiert Stossrichtungen für die Fortentwicklung des Angebots;
  • setzt Prioritäten, um die Ressourcen noch wirksamer einzusetzen;
  • bekundet die Offenheit der SRG für Kooperation mit privaten Medienhäusern, wo dies im gegenseitigen Interesse liegt.


Das Medienhaus SRG muss im neuen Umfeld als Radio- und Fernsehanbieter (Broadcast) und als Multimedia-Anbieter (Broadband) überzeugen. Es ändert sich nämlich das Verhalten der Zuschauerinnen und Hörer: Viele richten sich nicht nach dem Programm und den Sendezeiten; dank Internet nutzen sie zeitunabhängig und individuell Medienangebote. Die SRG geht proaktiv auf die Wünsche der Gebührenzahlenden ein.

Die SRG verfolgt die Strategie, mit einem unverwechselbaren Service-public-Angebot die Nutzer dort zu erreichen, wo sie sind: im Radio, im Fernsehen und im Internet. Die SRG wird

  • die Anzahl Schweizer Produktionen erhöhen;
  • die Live-Berichterstattung als Fundament der Kanäle ausbauen;
  • Smart-TV (auch Hybrid-TV genannt) zügig entwickeln – Priorität haben der europäische Standard HbbTV* und Second Screen;
  • im Radio- und Fernsehprogramm neue gesellschaftliche Trends früh aufgreifen;
  • in Stadt und Land das mobile Publikum noch besser erreichen;
  • das junge Publikum gezielter ansprechen;
  • trotz älter werdender Bevölkerung das Durchschnittsalter der Hörerinnen und Zuschauer halten.


In enger Zusammenarbeit haben Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der SRG die Strategie erarbeitet. Der Verwaltungsrat hat sie an seiner Oktobersitzung verabschiedet: Die Unternehmensstrategie wird über die kommenden fünf Jahre verfolgt und bei Bedarf aktualisiert.

«Digitale Technologie, neues Verhalten der Mediennutzer, globale Konkurrenz: Die SRG stellt sich den drei grossen Herausforderungen», sagte SRG-Verwaltungsratspräsident Raymond Loretan.

«Im Umbruch der Medienwelt weiss die SRG, wohin sie will», sagte SRG-Generaldirektor Roger de Weck.