Bis Fernsehsignale in Ultra High Definition (UHDTV oder 4K) in den Wohnzimmern ankommen, wird laut Hans Hoffmann, Sprecher der Europäischen Rundfunkunion (EBU), noch einige Zeit vergehen. Der Sprecher forderte die Rundfunkanbieter auf, sich stärker in Diskussionen zum neuen Standard einzubringen.

Laut Hans Hoffmann von der Europäischen Rundfunkunion wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis der hochauflösende neue Standard Ultra High Definition Television (UHDTV) über den Rundfunk in den Haushalten ankommt. So sagte Hoffmann auf der SMPTE Annual Technical Conference in Hollywood, dass die Rundfunkveranstalter noch einige Zeit benötigen würden, sich auf die Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln einzustellen. Dies berichtet das Portal "Broadband TV News" am Montag.

Insbesondere die Interfaces für die Programmproduktion und die Anschlüsse in den Haushalten würden noch mehr Aufmerksamkeit benötigen. Hoffmann drängte die Rundfunkveranstalter mit UHDTV zu experimentieren und sich in die Diskussionen um die neue Auflösung stärker einzubringen. Dies sei besser, als später festzustellen, dass UHDTV nicht das sei, was gebraucht werde.

Im August hatte die Internationale Fernmeldeunion den neuen Standard UHDTV beschlossen. Dieser beinhaltet neben der Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln auch die Auflösung von 7680 x 4320 Bildpunkten und ist somit zweigeteilt. Erst am 18. Oktober hatte die Consumer Electronics Association (CEA) in den USA vorgeschlagen, den Auflösungsstandard von 3840 x 2160 Pixeln künftig als Ultra HD zu bezeichnen. Für die Auflösung von 7680 x 4320 führt der japanische Rundfunkanbieter NHK derzeit die Bezeichnung Super Hi-Vision. Umgangssprachlich haben sich bereits die Bezeichnungen 4K und 8K etabliert.