Der ORF plant eine Reihe von neuen Web-Angeboten für die nächsten Jahre. Neben einer Vielzahl von Apps soll noch 2013 ein HbbTV-Portal starten. Zudem will man im Web stärker mit Zeitungsportalen kooperieren.

In Wien wurde vergangene Woche die neue Online-Strategie des ORF präsentiert. Wie der "Standard" in seiner Dienstagausgabe schrieb, stellte der Vizerdirektor für Technik beim ORF, Thomas Prantner, die Pläne für den Ausbau des Angebots im Web vor. Demnach will der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Österreich schon im zweiten Quartal 2013 sein HbbTV-Portal starten, das vorerst die Themenbereiche Information, Sport und Wetter abdecken soll.

Eine App mit dem Titel "Mein ORF", die ein personalisiert zusammengestelltes Angebot ermöglicht, soll 2014 ebenso folgen wie eine zentrale ORF-App. Auch weitere "vermarktbare Sendungs- und Themen-Apps" sollen angeboten werden. Dafür ist jedoch eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen nötig, die derzeit unter anderem die Aktivitäten des ORF in sozialen Netzwerken verhindern. Die TVthek, das Video-on-Demand-Angebot des ORF, soll zudem auch weiter expandieren.

Das Portal war laut Prantner im Januar so gefragt wie noch nie zuvor. In Zukunft sollen alle vier TV-Kanäle des ORF auch in der TVthek gestreamt und HD angeboten werden. Um den Forderungen der Zeitungsverleger nachzukommen, wolle man zudem die Werbeplatzierung im Online-Portal eng beschränken. Im Gegenzug sollen die Zeitungsportale Bewegtbildinhalte des ORF in ihren Websites einbauen. Die Wettbewerbsbehörde Österreichs verfolgt die Entwicklungen mit Argusaugen.