In den Vereinigten Staaten wird erstmals ein Testlauf für die Ausstrahlung von TV-Inhalten über den europäischen Standard DVB-T2 stattfinden. Die Übertragung soll mit Ultra-HD-Inhalten getestet werden.

Die US Federal Communications Comission (FCC) hat am Mittwoch die Genehmigung eines Testlaufs für die terrestrische Übertragung von TV-Inhalten über DVB-T2 bekannt gegeben. In einem Zeitraum von sechs Monaten soll dabei erstmals der neuste europäische Standard für terrestrisches Fernsehen in den USA angewendet werden. Bisher wurde ausschließlich auf den nordamerikanischen Standard ATSC gesetzt.

Der sechsmonatige Test soll dabei weder mit SD- noch mit HD-Signalen, sondern mit ultrahochauflösenden Inhalten (Ultra-HD) bestritten werden. Der Sender WNUV-TV aus Baltimore, der zum CW Television Network gehört, soll das Experiment durchführen. Auch andere Stellen sollen involviert sein. Die Übertragungen sollen im 6-MHz-Spektrum realisiert werden, wobei ein Orthogonales Frequenzmultiplexverfahren (OFDM) zum Einsatz kommt.

Getestet wird die Ausstrahlung von Ultra-HD-Signalen via DVB-T2 jeweils in den frühen Morgenstunden zwischen 1.00 und 5.00 Uhr. Die Ergebnisse sollen unter anderem der National Association of Broadcasters (NAB) und dem ATSC-Kommittee zur Verfügung gestellt werden. Unter anderem soll der Test über die technologischen Möglichkeiten des Standards Aufschluss geben, um zur Entwicklung eines neuen Rundfunkstandards für die Zukunft beizutragen.