Die Pro Sieben Sat 1-Gruppe hat 2012 ihren Konzernumsatz um 7,7 Prozent auf 2,969 Milliarden Euro gesteigert – inklusive der im Dezember 2012 veräußerten bzw. zum Verkauf stehenden TV- und Radioaktivitäten in Nord- und Osteuropa. Zur Steigerung trugen alle Segmente bei, teilte das Unternehmen am 28. Februar mit Das recurring EBITDA stieg um 21,7 Millionen Euro auf 871,7 Millionen Euro (Vorjahr: 850,0 Millionen Euro). Der bereinigte Konzernüberschuss konnte inklusive nicht-fortgeführter Aktivitäten um 34,2 Prozent auf 415,1 Millionen Euro gesteigert werden. Die Pro Sieben Sat 1 Group hat ihre nordeuropäischen TV- und Radioaktivitäten im Dezember 2012 an Discovery Communications veräußert, der Vollzug der Transaktion wird bis Ende März 2013 erwartet.

Im Segment „Broadcasting German-speaking“ steigerte die Pro Sieben Sat 1-Group ihren Umsatz auf 1,910 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,903 Milliarden Euro). In Deutschland stiegen die Netto-TV-Werbeerlöse des Unternehmens 2012 erwartungsgemäß leicht. Die Pro Sieben Sat 1-Group diversifiziert ihre Erlösquellen nicht nur über den Ausbau der digitalen Aktivitäten, sondern auch innerhalb ihres Kerngeschäfts. Damit stärke die Gruppe ihre Unabhängigkeit von den TV-Werbemärkten. 2012 konnte der Konzern den Umsatz aus der Distribution, vor allem getrieben durch die HD-Sender, deutlich steigern und erreichte in Deutschland im vierten Quartal früher als erwartet den Break-even. Damit überstiegen die Distributionserlöse in Deutschland erstmals die Distributionskosten des Konzerns. Die Pro Sieben Sat 1 Group ist mit ihren TV-Sendern im HD-Paket aller großen Kabel-, Satelliten- und IPTV-Betreiber vertreten. Die Anzahl der HD-Haushalte dürfte sich in Deutschland von derzeit rund fünf Millionen auf rund zehn Millionen bis 2015 verdoppeln.