​Die SRG (ohne Tochtergesellschaften) realisierte 2012 einen Umsatz von 1,6 Milliarden Franken und verzeichnete nach dem Sondereffekt der einmaligen Rückstellung von 160 Millionen Franken für die Modernisierung der Pensionskasse (PKS) ein Defizit von 117 Millionen Franken. Dank einer Einigung zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite im Stiftungsrat der Pensionskasse kann – vorbehältlich eines Ja bei der Urabstimmung unter den Versicherten – Anfang 2014 der Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat der PKS vollzogen werden. Ein Grossteil der 160 Millionen Franken kostet die nach Meinung von Experten unerlässliche Senkung des technischen Zinses von 4 auf 3,25 Prozent, damit keine Finanzierungslücke entsteht. Demgegenüber konnten Rückstellungen von 17 Millionen Franken für das Risiko einer Sanierung der Pensionskasse aufgelöst werden, denn ihr Deckungsgrad übersteigt 100 Prozent. Auch der erfolgreiche Verkauf des SRG-Hauptsitzes an der Giacomettistrasse in Bern verbesserte das Jahresergebnis; die SRG will nur noch dort Eigentümerin von Liegenschaften bleiben, wo komplexe technische Produktionsstätten sind: mehr Radio und TV, weniger Beton, lautet das Leitmotiv. Der Betriebsertrag ist um 10 Millionen auf 1635 Millionen Franken etwas gesunken. Der Rückgang der Werbeerlöse liess sich durch den leichten Anstieg der Einnahmen aus Empfangsgebühren nicht kompensieren. Der höhere Aufwand für Programm und Produktion – insbesondere durch die äusserst aufwändigen Olympischen Sommerspiele und die Fussball-Europameisterschaft verursacht – wurde dank straffem Kostenmanagement und Effizienzprogrammen wettgemacht. Für 2013 erwartet die SRG keine grösseren Sondereffekte. Zielstrebig festigt sie Schritt für Schritt – wie nun bei der Modernisierung der Pensionskasse – die Grundlage für nachhaltig gesunde Finanzen und für ein ausgeglichenes Ergebnis in den kommenden Jahren.