Liberty Global arbeitet an einem Übernahmeangebot für Kabel Deutschland (KDG). Das berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 19. April). Liberty Global wolle dem britischen Mobilfunker Vodafone Chart zeigen zuvorkommen, der ebenfalls an einer Akquisition von KDG interessiert ist. Eine Unternehmenssprecherin teilte mit, Liberty wolle keine Marktgerüchte kommentieren. Man sei aber der Meinung, "dass Konsolidierungen auf dem stark fragmentierten deutschen Kabelmarkt notwendig sind".

Liberty Global liebäugele laut "manager magazin" schon lange mit einem KDG-Kauf. Allerdings habe der US-Konzern mit Unitymedia und Kabel BW bereits zwei der drei ganz großen Player in Deutschland erworben und diese zusammengelegt - und muss deshalb ein Nein der Wettbewerbshüter fürchten.

Ausgerechnet eine Entscheidung des Bundeskartellamts lasse das Liberty-Management hoffen, dass nun der richtige Zeitpunkt gekommen ist: Im Februar haben sich die Kartellwächter gegen die Übernahme des Rivalen Tele Columbus durch KDG gestemmt. Weil Tele Columbus nun unabhängig bleibt, sei auch der Wettbewerb intakt, wenn Unitymedia, Kabel BW und KDG fusionierten, hieß es.