Für vier weitere Jahre wird der ORF den Wiener Opernball übertragen und bis zur Saison 2016/2017 sechs Opern- oder Ballett-Produktionen der Wiener Staatsoper zeigen - gestern, am 20. Juni 2013, besiegelten ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz, ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner und der Direktor der Wiener Staatsoper, Dominique Meyer, sowie der Kaufmännische Geschäftsführer der Wiener Staatsoper, Thomas W. Platzer, mit ihren Unterschriften die Fortsetzung der Zusammenarbeit der beiden Häuser.

Somit werden dem TV-Publikum in den kommenden vier Jahren nicht nur die Live-Übertragungen des wichtigsten gesellschaftlichen Ereignisses der Republik auf höchstem technischen und redaktionellen Niveau durch den ORF garantiert, sondern auch noch sechs weitere Abende aus dem Haus am Ring auf künstlerisch höchstem Niveau geboten. Die erste dieser Produktionen ist die live-zeitversetzte Übertragung der Premiere von Giacomo Puccinis "La fanciulla del West" am 5. Oktober 2013 um 20.15 in ORF 2. Ein weiteres Staatsopern-Highlight im ORF, das noch nicht Teil des neuen Vertrags ist, ist die live-zeitversetzte Übertragung der hochkarätig besetzten musikalischen Neueinstudierung von Richard Strauss' "Capriccio" am Donnerstag, dem 27. Juni 2013, um 22.30 Uhr in ORF 2.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "ORF und Staatsoper verbindet erfolgreiche Partnerschaft"
"Die Staatsoper und der ORF sind zwei Identitätsstifter dieses Landes, die nicht nur wegen des Opernballs eine erfolgreiche Partnerschaft verbindet. Diese wird nun weiter intensiviert. Bis 2017 wird der traditionelle Opernball weiter im ORF zu sehen sein, außerdem werden gleich sechs neue Opern- und Ballettproduktionen, sowohl künstlerisch als auch übertragungstechnisch bestmöglich umgesetzt, eine entsprechende mediale Plattform im ORF finden. Die ORF-Zuseherinnen und -Zuseher können sich, erste Reihe fußfrei, in den kommenden vier Jahren auf kulturellen Hochgenuss aus einem der wichtigsten Opernhäuser der Welt freuen. Mein besonderer Dank dafür gilt dem Ermöglicher, Staatsoperndirektor Dominique Meyer."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Der ORF ist das einzige nationale Medium, das die hohe künstlerische Qualität der Opernproduktionen an die Zuseherinnen und Zuseher im TV und Zuhörerinnen und Zuhörer im Radio konsequent und authentisch vermitteln kann. Nur live im Zuschauerraum zu sitzen ist besser. Der ORF übernimmt hier eine wichtige kulturpolitische Funktion eines Kommunikators und Vervielfachers. Auch zeigen wir eine Bandbreite von Unterhaltung: "Oper und Ballett" und "Opernball". Beides unterhält auf seine Art und ist Genuss auf seine Art. Beides hat seine Berechtigung für unser Publikum. Ich freue mich über die intensive Zusammenarbeit mit der Wiener Staatsoper und die Möglichkeit, Österreich Kunstgenuss und genüssliche Unterhaltung aus diesem ehrwürdigen Haus präsentieren zu können."

Staatsoperndirektor Dominique Meyer: "Dass die Kooperation zwischen der Wiener Staatsoper und dem ORF weitergeführt und intensiviert wird, finde ich nicht nur erfreulich, sondern für beide Seiten sehr wichtig. So wie für den ORF der Wiener Opernball, dessen Live-Übertragung wir nun für weitere vier Jahre bis 2017 vereinbart haben, ein Quotengarant ist, kann die Wiener Staatsoper in der Opernballsendung vor allem mit ihren Darbietungen bei der künstlerischen Eröffnung ein Millionenpublikum erreichen und beeindrucken - das ist eine große und gute Werbung für das Haus und für die österreichische Kultur. Besonders freue ich mich aber, dass wir im neuen Vertrag auch festgehalten haben, in dieser Periode 2014-2017 sechs Opern- und Ballettproduktionen aufzuzeichnen und im ORF-Fernsehen auszustrahlen. Somit ist - neben den etwa zehn Opernübertragungen pro Saison in Radio Ö1 - die breitenwirksame Präsenz unseres Hauses im ORF auch für die kommenden Jahre garantiert."

Nächstes TV-Highlight aus der Wiener Staatsoper: "Capriccio" am 27. Juni live-zeitversetzt in ORF 2
Zwar noch nicht Teil des neuen Vertrags, aber dafür bereits kommende Woche auf dem Programm von ORF 2 steht "Capriccio" von Richard Strauss: "Capriccio" ist eine Oper über die Kunstform Oper, dargeboten von einem Ensemble mit Weltstars. Christoph Eschenbach dirigiert, Renée Fleming, Angelika Kirchschlager, Bo Skovhus, Michael Schade und Kurt Rydl sind die Protagonistinnen und Protagonisten. Richard Strauss' spätes Werk schildert die Entstehung eines Musiktheaterwerks. Die zentrale Frage lautet: Text oder Musik - was hat den Vorrang? Regisseur und Bühnenbildner Marco Arturo Marelli inszenierte dieses augenzwinkernde Werk. "Capriccio" ist außerdem als Live-Stream und sieben Tage lang nach der Ausstrahlung als Video-on-Demand in der ORF-TVthek abrufbar. Weiters steht die Staatsopernproduktion am Sonntag, dem 28. Juli, um 20.15 Uhr auf dem Programm von ORF III.

Der Wiener Opernball im ORF

Bis zu 1,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer waren heuer via ORF beim Wiener Opernball mit dabei. Die glamouröse Übertragung aus der Wiener Staatsoper zählt traditionell zu den absoluten Highlights des TV-Jahres. Mit dem neuen Vertrag ist nun sichergestellt, dass der ORF exklusiv weitere vier Jahre seinem Publikum auf technisch höchstem Niveau Bilder von der Eröffnung, vom Roten Teppich, der Feststiege, der Mittelloge und den wichtigsten Schauplätzen im Haus am Ring live in HD-Qualität präsentiert. Den Opernball begleitet das österreichische Fernsehen seit dem Jahr 1956, als es nach 17-jähriger Pause, ein Jahr nach der Staatsvertragsunterzeichnung, erstmals nach dem Zweiten Weltkrieg wieder hieß: "Alles Walzer". Das damalige Fernsehen - noch im "Versuchsstadium" - war von Anfang an dabei, freilich noch mit nachträglichen Filmberichten in Schwarz-Weiß. Aber bereits im Jahr 1960 gab es einen ersten Versuch, das Geschehen vom Opernball live zu übertragen. In den folgenden 13 Jahren wurde davon wieder Abstand genommen; 1973 gab es wieder eine Live-Übertragung. Seit 1980 ist die Übertragung dieser alljährlichen Institution fixer Live-Bestandteil im ORF-Programm.