Die Konsolidierung am deutschen Kabelmarkt könnte auch über einen Deal zwischen Vodafone und Kabel Deutschland hinaus weitergehen. Heinz-Peter Labende, der Vorsitzenden des FRK, hält eine Fusion der Netzbetreiber Tele Columbus, Primacom, Pepcom und DTK in den nächsten Jahren für sehr wahrscheinlich.

Während Vodafone an der Übernahme von Kabel Deutschland arbeitet und auch Liberty Global bereits Interesse bekundet hat, könnte es nach Ansicht des Vorsitzenden des Fachverbandes Rundfunk- und Breitbandkommunikation (FRK), Heinz-Peter Labonte, mittelfristig zu einer weiteren großen Fusion am deutschen Kabelnetzmarkt kommen.

Wie Labonte am Freitag im Zuge einer Stellungnahme zu den aktuellen Übernahmeplänen des Mobilfunkunternehmens Vodafone mitteilte, rechne er in den nächsten Jahren zusätzlich mit einer Fusion der mittelgroßen Kabelnetzbetreiber Tele Columbus, Primacom, Pepcom und DTK. Durch einen solchen Zusammenschluss würde neben Kabel Deutschland und Unitymedia Kabel BW ein weiterer großer Netzbetreiber entstehen, der dann etwa 3,5 Millionen Haushalte versorgen würde.

Spekulationen zu einer möglichen Fusion dieser Art hatte Labonte bereits zuvor im Gespräch mit dem DF-Schwestermagazin DIGITAL INSIDER ins Rollen gebracht. Demnach würden zwischen den Investoren der mittelgroßen Kabelnetzbetreiber im Hintergrund bereits Gespräche über einen Zusammenschluss laufen. Mit einer sich daraus ergebenden weiteren Konsolidierung auf dem deutschen Kabelnetzmarkt rechnet der FRK-Vorsitzende innerhalb der nächsten fünf Jahre. Mittelfristig sei deshalb zu erwarten, dass sich vier bis fünf große Telekommunikationsunternehmen und Kabelnetzbetreiber den Markt aufteilen. Diesen stünden dann als regionale Wettbewerber weiterhin kleinere mittelständische Netzbetreiber und die Stadtwerke gegenüber.