Smart-TV dominieren den Massenmarkt, Mediennutzung mit mobilen Endgeräten hat sich im Alltag etabliert und die Industrie arbeitet an Auflösungen weit jenseits von HDTV. Manche der großen Trends in der Fernseh-Evolution stehen für tiefgreifende Veränderungen des Mediums und seiner Nutzung, andere muten primär technisch an. Mit welchen Aspekten muss sich die Medienpolitik beschäftigen – auch über die nationalen Grenzen hinweg?

Unter der Schirmherrschaft von Malu Dreyer, Ministerpräsidentin des Landes Rheinland-Pfalz und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder, diskutieren führende Experten aus Industrie, Wissenschaft und Medienwirtschaft am 9. und 10. September 2013 im ICC Berlin Themen, die die Branche bewegen.

Die Themen der drei Panels im Kurzüberblick:

Montag | 09.09.2013 | 14.00 Uhr – 15.30 Uhr | ICC Berlin Saal 3
New TV, Connected Devices & Plattformwettbewerb
Europa und die konvergente Medienordnung

Vernetzte, hybride Modelle entstehen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette. Für den Nutzer werden die Quellen der Medieninhalte zunehmend bedeutungslos. Ausschlaggebend ist deren Verfügbarkeit – über alle Netze, Plattformen und Endgeräte hinweg. Seit Monaten befassen sich Medienpolitiker der Länder, des Bundes und der Europäischen Union mit den neuen Formen des Fernsehkonsums, mit der Rolle von vernetzten Endgeräten und der veränderten Medienlandschaft. Vor dem Hintergrund der Marktentwicklung einerseits und erster politischer Leitlinien andererseits erörtert das erste Panel von medienpolitik@IFA 2013 die Zielsetzung künftiger Regulierungs-Vorhaben und die Angemessenheit der Regelungsinstrumente.

Dienstag | 10.09.2013 | 12.00 Uhr – 13.00 Uhr | ICC Berlin Saal 7
Terrestrik Reloaded
Szenarien für die Zukunft des Antennenfernsehens

Obwohl das Angebot an mobilen Bildschirmen immer schneller wächst, steckt das terrestrische Fernsehen in einer Entwicklungskrise. Die Einführung des leistungsfähigeren Nachfolgestandards DVB-T2 setzt einen breiten Konsens der Programmanbieter voraus – und Entwicklungsgarantien von Seiten der Netzpolitik. Stattdessen wird seitens der Bundesrepublik die baldige Vergabe der notwendigen Infrastruktur-Ressourcen an den Mobilfunk aktiv vorangetrieben. Während unsere österreichischen Nachbarn DVB-T2 schon längst einführen, erwägen Experten von Bund und Ländern Szenarien von der Einführung kooperativer Frequenznutzung bis hin zur Einstellung der klassischen Rundfunkverbreitung über Antenne.

Dienstag | 10.09.2011 | 14.00 Uhr – 15.00 Uhr | ICC Berlin Saal 7
Fernsehen jenseits von HDTV
Wann kommt die UHD-Broadcast-Technologie?

Die Endgerätehersteller bringen in diesem Jahr eine neue Generation von Großbildschirmen auf den Markt, die eine vierfache HDTV-Auflösung ermöglicht. Die Medienindustrie produziert Bewegtbild-Inhalte auf diesem Qualitäts-Level bisher fast ausschließlich für das digitale Kino. Bis daraus ein Ökosystem für die Rundfunk-Übertragung erwächst, werden noch einige Jahre vergehen. Neue Broadcast-Standards, Videokodierungen und Schnittstellen sind nur einige der Elemente, die es in den nächsten Monaten zu definieren und in die Geräte-Hardware umzusetzen gilt. Dieser Prozess ist eine enorme wirtschaftlich-technische Herausforderung für alle an der Wertschöpfungskette Beteiligten.